Unruhige Nacht und Appell

Notarzt steckt fest, Pkw blockiert Bahnlinie: „Lasst das Auto stehen!“

Ein Auto steckte am Bahnübergang Westönnen fest, die Bahnstrecke wurde gesperrt und der Wagen freigeschaufelt.
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Ein Auto steckte am Bahnübergang Westönnen fest, die Bahnstrecke wurde gesperrt und der Wagen freigeschaufelt.

[Update 11.10 Uhr] Ein Auto, das am Bahnübergang feststeckt und ein Notarzt in einer Schneewehe am Heideröschen: Die Feuerwehr Werl hat eine sehr unruhige Nacht mit einem guten Dutzend Einsätze hinter sich. Und appelliert dringend an die Bürger.

Werl - „Lasst das Auto stehen“, bittet Wehrleiter Karsten Korte von den Menschen. Wo es nicht dringend nötig ist, sollte auf Fahrten verzichtet werden, könne doch jeder Einsatz wegen eines festgefahrenen Pkw woanders dringend benötigte Kräfte bündeln. „Und jeder unnötige Weg ist blöd für uns.“ Man habe auch schon Anfragen abgelehnt, wo jemand sich in seiner Einfahrt festgefahren hatte und Hilfe angefordert hat. Aktuell ist die Wehr mit zwei Fahrzeugen als Begleitung des Rettungsdienstes unterwegs, nach Soest und Wimbern. Die Regelung der Nachtbereitschaft und Rettungsdienstbegleitung habe sich bewährt, sagt Korte. Bis zunächst 16 Uhr ist das festgelegt.

Allein deswegen gab es vier Einsätze. Zudem waren zwei Alarmierungen problematisch: Am Bahnübergang am Bahnhof Westönnen hatte sich in den Morgenstunden ein Pkw festgefahren, die Feuerwehr musste den Wagen geradezu freischaufeln. Die Bahnstrecke Soest-Unna wurde gesperrt, wobei der Zugverkehr wegen der dramatischen Wetterlage eh extrem eingeschränkt ist.

Die heftigen Schneeverwehungen vor allem an der Haar machen auch der Feuerwehr zu schaffen.

Außerdem steckte zwischen Werl und Ense auf der B 516 ein Notarzt in einer Schneewehe im Bereich der ehemaligen Gaststätte Heideröschen fest. Dazu fuhren gleich zwei Wagen der Feuerwehr zur Hilfeleistung, die Polizei sperrt die Strecke, Autofahrer mussten in ihren Pkw ausharren. Zu dem Zeitpunkt war die Straße schon zum Teil nur noch einspurig befahrbar, dann ging gar nichts mehr.

In Büderich kam die Müllabfuhr nicht weit - festgefahren im Schützenweg. Hilfe kam nach einer guten Dreiviertelstunde. Der KBW-Unimog zog den Müllwagen raus und erlöste die drei Kollegen.

Die Feuerwache ist aktuell mit der Führungsstab besetzt, um im ständigen Kontakt mit der Leitstelle zu sein. Auch bereite man sich vorsichtshalber auf die dritte Nacht in Folge im Einsatz vor, sagt Korte. Die Feuerwehr steht auch im Kontakt mit dem Ordnungsamt und dem Kommunalbetrieb. Dass es weiter schneit, macht die Lage nicht besser. Sie sei durchaus dramatisch, es gibt alle Hände voll zu tun. Immerhin: Bislang gab es keine Verletzten. Und man habe einigen Fahrern von Autos, die feststeckten, helfen können. Wo Wagen behindern, kümmert sich die Wehr auch um die Befreiung des Pkw.

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