Einsatz in der Mellinstraße / Anwohner hörten den Rauchmelder

Feuer am Abend in Werl: "Brandstifter" soll dieser Vierbeiner gewesen sein

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Werl - Feuer in der Mellinstraße in Werl - und der "Brandstifter" soll eine Katze gewesen sein. So zumindest gab es die Besitzerin des Tieres gegenüber den staunenden Polizeibeamten an. Was kurios klingt, hätte übel enden könnten: Weil Anwohner den Rauchmelder hörten, alarmierten sie die Feuerwehr am Karfreitag-Abend. Die rückte aus. Und zwar nicht für die Katz'.

Vielmehr hätte kurz darauf wohl die gesamte Küche im Vollbrand gestanden, sagt Wehrleiter Karsten Korte auf Anfrage unserer Redaktion.

Als die Wehr um kurz nach 18.30 Uhr an dem Mehrfamilienhaus eintraf, war "massiver Brandgeruch" wahrnehmbar. Mitbewohner in dem Mehrfamilienhaus hatten zuvor an der Wohnung im Obergeschoss geklingelt, in der der Rauchmelder Laut gegeben hatte. 

Als niemand öffnete, riefen sie die Feuerwehr und verließen das Haus. "Vorbildlich" nennt der Wehrleiter das Verhalten.

Polizei hatte Wohnungstür aufgebrochen

Die Löschzüge Stadtmitte der Wehr rückten umfangreich aus, weil nicht klar war, ob sich in der Wohnung Menschen befanden. Auch der Rettungsdienst wurde alarmiert. Beim Eintreffen der Wehr hatte die Polizei bereits die Wohnungstür aufgebrochen. 

Der Brandort war schnell gefunden: In der Küche auf dem Herd war eine Platte eines Elektroherds an, auf dem Herd war eine Arbeits-Glasplatte abgestellt, die gesprungen war. Eine Matte und Kunststoffteile in der Küche hatten Feuer gefangen; allerdings schwelte das vor sich hin. Viel zu löschen gab es für die Wehr also nicht.

Die Wohnungsbesitzerin wurde alarmiert, die wiederum ihren Freund in Gang setzte. Als der eintraf, kümmerte er sich zunächst um den tierischen Ursachen-Herd: die Katze der Wohnungsbesitzerin, die schon öfter die Herdplatte angestellt haben soll. 

Verqualmte Wohnung gelüftet - Sachschaden gering

Zumindest gab die Frau das gegenüber der Polizei an, auch wenn die das als "wenig plausibel" einstuft, wie die Leitstelle der Polizei am Abend auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte.

Zunächst soll die Katze also Brandstifterin gewesen sein, bevor sie dann beim Eintreffen der Hilfskräfte ganz stiften ging und sich in der Wohnung versteckte. Fazit der Einsatzkräfte: "Das Tier ist wohlauf" - und bleibt so oder so auf freiem Fuß...

Nach gut 30 Minuten war der Einsatz für die Wehr mit dem Lüften der leicht verqualmten Wohnung beendet; Gebäudeschaden gab es keinen, der Sachschaden bleib gering. Mit vier Fahrzeugen und 15 Mann war die Feuerwehr an der Mellinstraße im Einsatz.

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