1.539 Erstwähler in Werl

Europawahl in Werl: Das müssen Sie wissen

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Werl – Europa geht zur Wahl. Auch 22.565 Werlerinnen und Werler (Stand 22. Mai) sind wahlberechtigt, unter ihnen können 1.539 Erstwähler am Sonntag zu den Wahlurnen gehen. Die rund 4.000 Briefwähler haben zum größten Teil ihr Kreuzchen bereits gemacht. Hier die wichtigsten Infos zur Wahl im Überblick:

Zwischen 200 und 400 rote Umschläge kehren zurzeit täglich ins Rathaus zurück über den Postweg oder persönlich abgegeben und warten nun am Sonntag auf Auszählung.

Öffnung der Wahllokale

Die Wahllokale sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wahlberechtigte können durch Vorlage ihrer Wahlbenachrichtigung oder durch Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses wählen. Zur Identitätsfeststellung sollte in jedem Fall der Personalausweis bzw. Pass, bei Unionsbürgern der Identitätsausweis, mitgeführt werden.

25 Wahllokale und 200 Helfer

In der Stadt Werl und den Ortsteilen sind am Sonntag 25 Wahllokale geöffnet. 200 Helfer aus Behörden, Politiker und Freiwillige sind dort „dienstverpflichtet“ und warten auf das, was kommt. Die fünf Briefwahlvorstände mit je sechs Personen wissen das aber schon. Sie haben am Sonntag im Sitzungssaal und Sitzungszimmer des Rathauses rund 4.000 Briefwahlstimmen auszuzählen.

Briefwahl

Am Samstag können keine Briefwahlunterlagen ausgestellt werden. Allerdings besteht in der Zeit von 11 bis 12 Uhr Gelegenheit, für nachweislich nicht zugestellte Briefwahlunterlagen Ersatz zu bekommen. Der Wahlbrief mit Stimmzettel und Wahlschein muss spätestens am Wahltag bis 18 Uhr im Rathaus sein. Die Wahlbriefe können auch im Briefkasten der Stadtverwaltung am Eingang des Rathauses eingeworfen werden. In den Wahllokalen werden keine Wahlbriefe angenommen.

Keine Selfies in der Wahlkabine

Auch bei dieser Wahl gilt: Das Filmen und Fotografieren mit Stimmzettel in der Wahlkabine ist nicht erlaubt. Darauf wurden die Wahlhelfer in ihrer Schulung hingewiesen. Die Europawahlordnung (§49 Abs. 6 Nr. 5a) schreibt’s vor. Die Wahlvorstände dürfen in dem Fall einschreiten und die Verletzung des Wahlgeheimnisses sanktionieren. Das heißt: Die betreffende Person muss ihren ausgefüllten Stimmzettel zerreißen, erhält aber einen neuen, um dann alles richtig zu machen.

Sönnern in der Wahlstatistik

Der Wahlbezirk Sönnern Peter-Härtling-Schule (012) wurde vom Bundeswahlleiter für die Wahlstatistik nach Alter und Geschlecht ausgewählt. Dazu werden den Wählern im Wahllokal der Peter-Härtling-Schule in Sönnern Stimmzettel ausgehändigt, auf denen Geschlecht und Geburtsjahresgruppe vermerkt sind. Eine Verletzung des Wahlgeheimnisses ist bei Verwendung dieser Stimmzettel ausgeschlossen.

„Es passiert ja doch einiges im Leben, bei dem man kein Mitspracherecht hat.“ Und darum haben Elisabeth und Josef Wulf ihre Stimme für Europa bereits per Briefwahl abgegeben – „in aller Ruhe“ im Rathaus. Am Wahlsonntag landen statt roter Umschläge mit Inhalt nur noch die reinen Stimmzettel in den Urnen. Was die 77- und 85-jährigen Westönner an Europa schätzen und warum man wählen gehen sollte? „Es ist schön, dass wir offene Grenzen haben und im Ausland kein Geld mehr tauschen müssen,“ sind sich die beiden einig. Und sie vertrauen darauf, dass „die richtigen Politiker schon das Richtige tun, auch wenn manches nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann.“

Ergebnisse im Internet

Spannend wird es dann am Wahlabend. In den Wahllokalen müssen die Stimmen ausgezählt und per Schnellmeldung dem Wahlamt im Rathaus übermittelt werden. Dort werden die Ergebnisse zu einem vorläufigen Endergebnis zusammengefasst. Wer die Ergebnisermittlung gerne von zu Hause aus verfolgen möchte, findet im Internet einen Link zur Ergebnispräsentation.

Hinweis zum Wahlraum im Petrushaus Bücherei (Wahlbezirk 040): Der Wahlraum im Wahllokal Petrushaus befindet sich nun wieder in der Bücherei im Erdgeschoss.

Wahl-O-Mat

Wer Hilfe bei der Wahl-Entscheidung braucht, bekommt sie nun auch wieder beim Wahl-O-Mat. Der Online-Dienst war am Montag nach einem Gerichtsurteil des Verwaltungsgerichts Köln abgeschaltet worden. Die Partei „Volt“ hatte geklagt, dass kleine Parteien durch das Internet-Vergleichs-Angebot benachteiligt werden. Bisher konnte man dort bis zu acht Parteiprogramme miteinander vergleichen, dadurch seien kleinere und unbekanntere Parteien benachteiligt worden. Die Bundeszentrale für Politische Bildung hat sich nun außergerichtlich mit der Partei geeinigt und den Dienst wieder freigeschaltet. 

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