Gerüchte um Bullis an Schulen pflanzen sich fort

WERL ▪ Die Gerüchte ziehen weitere Kreise, an den Schulen gibt es Verunsicherungen bei Schülern: Erneut hieß es, dass Schüler aus Fahrzeugen heraus von Unbekannten angesprochen worden seien.

Diesmal im Bereich der im Ursulinenschulen: Die Wagen seien um die Schule gefahren, sogar die Polizei sei informiert worden und ausgerückt. Stimmt aber nicht, sagt Polizei-Pressesprecher Wolfgang Lückenkemper auf Anzeiger-Anfrage. Die Polizei in Werl sei nicht informiert worden, weder die Wache, noch der Bezirksdienst. Die Gerüchte, die an den Schulen von Mund zu Mund gehen, entbehren vielmehr aus polizeilicher Sicht jeder Grundlage, haben sich aber – nicht zuletzt auch über die Verbreitung von Online-Netzwerken – verselbstständigt. Es ist noch gar nicht lange her, erinnert die Polizei, da hatte es eine ähnliche Behauptung über einen weißen Bulli gegeben, der die Runde machte – nicht nur in Werl, sondern rasend schnell verbreitet in der ganzen Republik. Auch da hatte es Verunsicherungen an den Schulen gegeben und Sorgen bei Eltern und Lehrern.

Erst Mittwoch hatte die Polizei mitgeteilt, dass bei der Werler Polizei zwei Hinweise eingegangen seien, dass an Werler Schulen Kinder aus weißen oder schwarzen Bullis oder einem Pkw-Kombi angesprochen wurden. Angeblich hätten Personen aus den Fahrzeugen die Kinder aufgefordert, in ihr Auto einzusteigen.

All diese Hinweise seien von der Polizei überprüft worden, hätten sich aber als nicht haltbar erwiesen. Man gehe davon aus, dass es sich um Geschichten „vom Hörensagen“ handelte, bei denen ein „Stille-Post-Effekt“ eingetreten sei. Die weitergegebene Information wurde von Person zu Person erzählt und verändert, teilweise sei dabei Fantasie und Wahrheit vermischt worden, so die Polizei. Konkrete Anhaltspunkte für Straftaten lägen zumindest nicht vor.

Dennoch, versichert Lückenkemper, nehme man jeden Hinweis ernst und gehe ihm nach. „Denn wir wollen ja, dass sich die Bürger sicher fühlen.“ Daher sei man dankbar für konkrete Hinweise direkt an die Polizei unter der Telefonnummer 91000. J bus

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