Urteil vor Gericht

Kinderpornografische Inhalte auf dem Computer: Werler will Leben besser in den Griff bekommen

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Symbolbild

426 kinder- und jugendpornografische Dateien entdeckten Ermittler der Polizei auf einem elektronischen Gerät eines 39-jährigen Werlers. Dafür wurde der Angeklagte jetzt verurteilt.

Werl - Aufgefallen war der Angeklagte, als er am 15. Januar 2017 eine kinderpornografische Datei in einem Chat zum Runterladen angeboten hatte. Die Polizei durchsuchten im vergangenen Jahr die Wohnung und den Arbeitsplatz des Beschuldigten und beschlagnahmte die elektronischen Geräte. Auf einem Computer wurden die Ermittler fündig.

Hier befanden sich die zahlreichen verbotenen Videos und Bilder. Neben mehreren elektronischen Geräten werteten die Ermittler 131 CDs aus. Dem Angeklagten wurden der Besitz und die Verbreitung von kinder- und jugendpornografischen Dateien zur Last gelegt. Neben dem Besitz dieses verbotenen Materials, hat er über einen Internet-Chat eines dieser verbotenen Bilder in Umlauf gebracht, warf ihm die Staatanwältin vor. Der Angeklagte war geständig und räumte sein Fehlverhalten ein. „Es tut mir leid, was da passiert ist“, ließ er die Beteiligten wissen.

Mann aus Werl hat Kinderpornos auf Computer

Wie er weiter mitteilte, war es ein großer Schreck für ihn selbst, was die Polizeibeamten alles bei der Durchsuchung gefunden hätten. „Ich hatte jetzt 14 Monate Zeit, darüber nachzudenken, was ich für einen Mist gemacht habe“, fügte er hinzu. In Zukunft hat er für sich fest entschlossen, sowas nie wieder zu machen, endeten seine Ausführungen.

Die Richterin bescheinigte dem Angeklagten, dass er bei der Durchsuchung sehr kooperativ gewesen sei. Einen Therapeuten, wie die Richterin ihm vorschlug, brauche er nicht, weil er sich selbst bemüht habe, sein Leben besser in den Griff zu bekommen. Zugute kam dem Werler, dass er geständig war und keine Einträge im Strafregister vorzuweisen hat.

Nach Kinderpornos auf dem PC: Mann aus Werl will Leben besser in den Griff bekommen

Im Urteil hat die Richterin den Antrag der Staatsanwältin erhöht. Sie hatte sieben Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung und 1000 Euro Strafe beantragt. Die 1500 Euro Geldstrafe muss der Angelklagte an eine gemeinnützige Einrichtung entrichten. Den Antrag des Verteidigers von 4500 Euro Strafe konnte die Richterin in dem schweren Fall nicht nachkommen. Hier ging es um eine Vielzahl von verbotenen Videos und Bildern begründete sie das Urteil. Zum Abschluss teilte der 39-Jährige mit, dass er den nächsten Teil seines Lebens besser in den Griff bekommen will.

Bei einer bundesweiten Razzia zu kinderpornografischen Inhalten sind auch mehrere Verdächtige aus NRW in das Visier der Ermittler geraten. Auch ein Mann aus Unna wurde festgenommen: Er soll seine sechsjährige Nichte missbraucht haben.

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