Erleichterung in Hilbeck: Bezirksfest ohne Boykott

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Auch die Sönneraner Schützen um ihr Königspaar Mithat und Melanie Gedik nehmen am Bezirksfest in Hilbeck teil.

WERL -  Es ist Zufall, dass das Wort „Boykott“ in den ersten drei Buchstaben das englische Wort „boy“ für „Junge“ enthält. Nun fiel es den Hilbecker Schützen zu, sich mit einem möglichen Boykott mancher „Jungs“ aus dem Schützenwesen auseinanderzusetzen. Mittlerweile aber steht fest: Es sind alle Mann an Bord, wenn am 30. August das Bezirks-Schützenfest in Hilbeck stattfindet.

Ein befürchteter Boykott einzelner Gruppen bleibt damit aus – trotz vieler, auch in Hilbeck vernommener Überlegungen und Gespräche in der Diskussion um den türkischen Schützenkönig aus Sönnern. „Zumindest hat sich bei uns keiner abgemeldet“, sagte Hilbecks Schützenchef Uwe Korte gestern auf Anfrage. Im Gegenteil: Selbst Mithat Gedik, der muslimische König des Nachbardorfes, um den es in den vergangenen Wochen so viel Wirbel gab, habe ihm persönlich sein Kommen in vollem Schützenoutfit und gesamter Mannschaftsstärke zugesagt.

Neben den 15 Bruderschaften des Bezirks haben die Hilbecker auch fünf befreundete Gastvereine aus dem südlichen Hammer Raum und Welver eingeladen.

Neben Illingen sind das Berge-Weetfeld-Freiske, Rhynern, Allen und Osterflierich. „Das sind die Vereine, mit denen wir Hilbecker das ganze Jahr über viel zu tun haben, wo wir auch immer gerne gesehen sind“, sagt Korte. Diese Gastvereine wollen das ihnen fremde Bezirkswesen gerne kennen lernen. Demnach werde man gut ein Viertel mehr Schützen beim Bezirksfest begrüßen als sonst. Zuzüglich der sieben Musikzüge, Avantgarden und Schießgruppen rechnet Korte mit bis zu 1 800 Schützen, die nach Hilbeck kommen. „Aber ich denke, wir sind gut vorbereitet.“

Neben dem noch vom Fest stehenden Zelt werden die Hilbecker Schützen die Sporthalle nutzen. Hierhin wird es auch eine Videoschaltung geben, damit alle Schützen am Geschehen teilhaben können.

Die B 63 werden die Schützen weitgehend meiden, nur ein Stück daran entlang gehen beim kurzen Zug durch das Dorf. Auf dem Sportplatz wird die Parade stattfinden.

Grundsätzlich wolle man versuchen, dem Fest einen persönlichen Stempel mit der Konzentration auf das Schützenwesen aufzudrücken, sagt Schützenchef Korte. Auch Neues probiert der Verein aus: mit dem ökumenischen Gottesdienst beim Bezirksfest, den es erstmals geben wird. - bus

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