Diskussion um geplante Kita

Erster Entwurf der "neuen" Walburgisschule vorgestellt

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Die Vorentwurfsplanung der Sanierung bzw. Erweiterung der Walburgisschule. Die Fläche V ist für die neu geplante Kita vorgesehen.

Werl - Bürgermeister Michael Grossmann sparte nicht an Superlativen, als der Ausbau der Walburgisschule sowie die Fläche für die neu geplante Kita Thema im Hauptausschuss waren: „Das wäre ein richtiges Bildungszentrum, das kaum eine andere Stadt hat.“

Projektsteuerer Jens Balke, Geschäftsführer der „W+P Projektabwicklung“ aus Essen, stellte den Entwurf für die neue Walburgisschule vor.

Für die 360 Schüler werden rund 9.000 Quadratmeter Fläche benötigt. Auf dem Grundstücksgelände der Walburgisschule stehen circa 14.000 Quadratmeter zur Verfügung.

Im Untergeschoss der Schule soll der Offene Ganztag (OGS) untergebracht werden, im Erdgeschoss sollen die Verwaltung, Klassen- sowie Fachräume für Englisch, Computerkurse usw. Platz finden. Der Dinoclub (zum Beispiel für Kinder mit halbtags beschäftigten Müttern) kommt laut Entwurf ins Obergeschoss.

Alte Halle bleibt, bis die neue fertig ist

Die Sporthalle wandert, würde rechts neben dem Erweiterungsbau Platz finden. Da sie an die Parkplätze des Rathauses heranreicht, besteht die Überlegung, dort einen direkten Durchgang zur Halle zu schaffen. „Der Vorteil wäre auch, dass die neue Halle gebaut wird, während die alte noch steht und genutzt werden kann“, erklärte der Projektsteuerer. Vor der Turnhalle ist Platz für Sportanlagen, so wurde auf der Grafik zum Beispiel ein kleines Fußballfeld angedeutet.

Da die Stadt nun auch einen weiteren Kindergarten benötigt, besteht die Überlegung, diesen auf dem vorgelagerten Schulhof der Walburgisschule zu bauen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, rechts neben der Paul-Gerhardt-Schule, sollen rund 20 Parkplätze entstehen.

"Eine der größten Investitionen"

Zu den Kosten wurde noch nichts gesagt, aber genau die machen den Politikern Sorgen. Gerd Petermann (CDU) betonte: „Das ist eine der größten Investitionen der nächsten Jahrzehnte. Die Frage muss sein: Kann man die Paul-Gerhardt-Schule einbinden?“ Seine Idee: die OGS, den Dinoclub und den Kindergarten in die leer stehende Paul-Gerhardt-Schule unterbringen. „Das würde schon mal ein Drittel der geplanten Walburgisschule ausmachen. Wie viele Millionen könnten dadurch eingespart werden?“, fragte er.

Petermann bat die Verwaltung darum, diese Variante zu prüfen. Stadtplaner Ludger Pöpsel machte deutlich: „Es bedarf einer ganzheitlichen Prüfung.“ Doch: „Für eine OGS ist die Paul-Gerhardt-Schule nicht geeignet.“

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