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Einzelhandel: Viele Kunden tragen weiter Maske

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Von: Thomas Nitsche

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Beim Kaufhaus Danielsmeier wird es dem Personal und den Kunden selber überlassen, ob sie den Nasen- und Mundschutz weiter tragen wollen. Die Verkäuferinnen Aneta Fehring (links) wird weiter mit Maske bedienen. Bettina Ostermann ist es nach zwei Jahren leid, die Maske zu tragen.
Beim Kaufhaus Danielsmeier wird es dem Personal und den Kunden selber überlassen, ob sie den Nasen- und Mundschutz weiter tragen wollen. Die Verkäuferinnen Aneta Fehring (links) wird weiter mit Maske bedienen. Bettina Ostermann ist es nach zwei Jahren leid, die Maske zu tragen. © Thomas Nitsche

Vom Ende der Maskenpflicht war in den Werler Geschäften zu Wochenbeginn noch nicht viel zu sehen. Besonders in den Lebensmittelmärkten waren nur ganz wenige Kunden ohne Maske auszumachen. Dies galt sowohl für das Personal als auch für die Kundschaft. Nur in den Geschäften in der Fußgängerzone waren mehrere Kunden ohne Mund-Nase-Bedeckung zu sehen.

Werl – Beim Kaufhaus Danielsmeier gibt es keine Maskenpflicht mehr. Geschäftsführer Oliver Dahms wäre für eine Übergangslösung gewesen, aber der Betriebsrat des Unternehmens hatte eine andere Entscheidung getroffen. „Wir stellen es jetzt den Mitarbeitern und Kunden frei, ob sie eine Maske tragen wollen oder nicht“, so der Prokurist. Aber die Empfehlung des Hauses ist es, weiterhin die Masken zu tragen.

Dieser Empfehlung kamen zu Beginn der Aufhebung der Maskenpflicht nicht alle nach. Mitarbeiterin Bettina Ostermann begrüßte es, dass sie endlich wieder ohne Maske arbeiten darf. „Ich bin selber im Betriebsrat und finde es gut, dass jeder für sich entscheiden kann, ob er den Nasen- und Mundschutz tragen möchte“, sagt sie. „Ich möchte wieder in die Gesichter der Kunden schauen und die Emotionen sehen.“ Aber sie hat Verständnis für alle, die weiterhin mit Maske in den Laden kommen oder damit bedienen.

Danielsmeier-Verkäuferin Aneta Fehring wird auch ohne Vorgaben ihres Arbeitgebers weiterhin die Schutzmaske tragen: „Mir gibt die Maske ein wenig Sicherheit und sie ist zum Schutz für mich und meine Familienmitglieder.“ Die Entscheidung, die Maske wegzulassen, kritisiert sie allerdings nicht. „Das muss jeder für sich entscheiden. Ich hatte noch kein Corona und möchte es auch nicht haben. Jeder trägt Verantwortung für sich und die anderen.“

Gerade viele ältere Kunden haben sich bewusst entschieden, die Maske zu tragen. „Wir sind in einem Alter, wo wir uns auf gar keinen Fall anstecken wollen“, sagte eine Werlerin im Supermarkt.

Appell an die Vernunft

Auch Geschäftsführer Max Sauer vom Edeka-Markt appelliert an die Vernunft der Mitarbeiter und Kunden, die Maske weiterhin zu tragen. Er verlangt auch, dass seine Mitarbeiter bei Symptomen die Schutzmaske aufziehen und sich auf das Virus testen. In den Lebensmittelmärkten ist das Gedränge größer und die Kunden scheinen sich an die Maske gewöhnt zu haben. „Ich habe zu Beginn keinen gesehen, der ohne die Maske in unserem Geschäft war“, berichtet er.

Sauer will die Entscheidung den Kunden und Mitarbeitern überlassen. Nur wenn es zum „Hotspot“ kommen sollte, würde die Geschäftsführung einschreiten und die Schutzmaske wieder zur Pflicht machen.

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