Transport am Montagabend

Kölner JVA-Flüchtling sitzt nun im Werler Gefängnis

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- Foto: Dahm

Werl - Die Akte, die seiner Verlegung vorausging, war Montagvormittag schon eingetroffen in der Werler JVA: Peter Breidenbach erfreute sich bei seinem Transport aus Köln in die Hellwegstadt ganz besonderer Betreuung – und das hat er sich selbst zuzuschreiben.

Vier Strafvollzugsdienste begleiteten den 58-Jährigen, der auf recht undurchsichtige Weise seinen beiden Begleitern bei einer Ausführung in einem Kölner Brauhaus entwischt war. Das war am Mittwoch vergangener Woche; am Samstag verriet ihn eine EC-Karte, mit der er ein Fahrrad in der Domstadt bezahlt hatte.

Nach seiner Festnahme wurde er kurzfristig in die JVA Köln gebracht. Noch am Montag ist er Anzeiger-Informationen zufolge dann nach Werl transportiert worden – per Einzeltransport und diesmal bestens bewacht. Hier wird er vorerst bleiben, denn in Werl werden bekanntlich ab Frühsommer alle nordrhein-westfälischen Sicherungsverwahrten untergebracht.

Wegen seines Abtauchens während der so genannten „begleiteten Ausführung“ erwartet den unverändert als gefährlich eingestuften Straftäter keine weitere Bestrafung: Eine Flucht nämlich gilt nach den Buchstaben des Gesetzes nicht als Straftat.

Breidenbach war mehrfach verurteilt worden, sitzt in Sicherungsverwahrung, nicht nur, weil er immer noch gefährlich sein soll, sondern auch wegen seiner Therapie-Unwilligkeit.

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