Bande steigt in Wohnungen ein

Einbrecher müssen ins Gefängnis

Eine Einbrecherbande musste sich jetzt vor dem Landgericht verantworten
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Eine Einbrecherbande musste sich jetzt vor dem Landgericht verantworten

Eine Arnsberger Einbrecherbande, die auch in Werl, Wickede und Ense aktiv gewesen ist, ist vor der Großen Strafkammer im Landgericht Arnsberg unter dem Vorsitz von Richter Petja Pagel verurteilt worden. Die drei Albaner sollen in der Zeit von Mitte November 2020 bis zum 20. Januar dieses Jahres 15 Wohnungseinbrüche begangen haben.

Werl - Der Kopf der Bande soll ein 33-jähriger Albaner sein, der zu vier Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden ist. Er soll laut der Anklageschrift an allen 15 Einbrüchen federführend beteiligt gewesen sein. An den letzten zehn Wohnungseinbrüchen war ein 28-jähriger Arnsberger aktiv dabei, er muss für drei Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Ein weiterer 25-jähriger Albaner ist wegen Beihilfe zu drei Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Der dritte und letzte Verhandlungstag gegen die Bande war von Unterbrechungen geprägt, weil sich das Gericht immer wieder zu Beratungen zurückziehen musste. Grund war, dass der 33-jährige Angeklagte seinen Pflichtverteidiger austauschen wollte. Nach Beratungen lehnte das Gericht den Antrag ab.

Zu Beginn des dritten Prozesstages sagte eine Geschädigte unter Tränen aus. Bei der Sauerländerin waren die Folgen des Einbruchs zu spüren. „Ich leide noch heute und kann nicht alleine in meiner Wohnung sein“, berichtete sie. Sie gab an, dass ihr Lebensgefährte zu ihr gezogen ist und ihr das ein wenig hilft. Aber in ihrer Wohnung kann sie nicht länger bleiben. Zu sehr wird sie an den Einbruch erinnert.

Die Angeklagten hatten die Einbrüche bereits am ersten Verhandlungstag gestanden. Nun schilderten die Beschuldigten ihre persönlichen Verhältnisse. Alle waren erst wenige Monate in Deutschland. Die beiden Jüngeren hatten Jobs in der Gastronomie, aber wegen der Corona-Pandemie verdienten sie weniger.

Aus Geldnot hatten sie sich vom 33-jährigen Hauptbeschuldigten überreden lassen. Bei ihm in der Wohnung wurde auch die meiste Beute gefunden. Der entstandene Schaden bei den Wohnungseinbrüchen soll bei 20 000 Euro liegen. Einen kleinen Teil des Diebesgutes konnte die Polizei an die Geschädigten zurückgeben. Staatsanwalt Daniel Stieve glaubt, dass die Dunkelziffer der Arnsberger bei mehr als 30 Wohnungseinbrüchen liegt. Nun sitzen die drei die Hälfte ihrer Strafe ab und werden dann nach Albanien abgeschoben. Sollten sie dann noch mal nach Deutschland einreisen, müssten sie vor einer weiteren Abschiebung die restliche Strafe im Gefängnis verbringen.

Bei einem Einbruchsversuch in Werl-Büderich ist die Bande erwischt worden. Die Polizei hatte die Bande im Visier.

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