Vorschlag zur Umbenennung

Ehre für Preußen-Legende: So soll der Werler Sportpark künftig heißen 

+
Der Preußen-Park samt Rasenplatz, Vereinsheim und Kabinentrakt könnte bald umbenannt werden.

Werl - Die Sportanlage von Preußen TV Werl ist unter vielen Namen bekannt, könnte bald aber einen neuen – ganz offiziell – dazubekommen.

Wie Werls Bürgermeister Michael Grossmann jetzt auf Anzeiger-Anfrage bestätigte, soll im Rathaus demnächst der Vorschlag zur Umbenennung des Preußen-Parks in „Wolfgang-Asheuer-Stadion“ behandelt werden.

Ein Bürger hat dies angeregt. „Noch ist das eine Einzelmeinung, wir werden uns aber damit beschäftigen“, so Grossmann. Der Verwaltungschef findet die Idee „sehr sympathisch“ – Asheuer sei aufgrund seiner vielen Verdienste definitiv ein Urgestein der Adlerträger.

Gespräch mit dem Verein suchen

Die Umbenennung muss zuvor durch den Verein abgesichert werden. Dazu wird Grossmann das Gespräch mit dem Preußen-Vorstand suchen und sich ein Meinungsbild einholen. Bei einer mehrheitlichen Zustimmung seitens der Akteure soll die Namensänderung zunächst mit der Verwaltung abgestimmt und später in die Politik gebracht werden – schließlich gehört der Sportplatz der Stadt.

Mister Preußen: der verstorbene Wolfgang Asheuer.

„So eine Sache braucht eine breite Akzeptanz, wir wollen keine große Diskussion daraus machen. Entweder die Beteiligten wollen das oder eben nicht“, stellt der Bürgermeister klar. Wenn viele den Wunsch zu Ehren von Asheuer mittragen, könne er sich die Umsetzung vorstellen. Der Gedanke steht schon länger im Raum, die Konkretisierung sei hingegen noch frisch.

Die Umbenennung würde ausschließlich das Preußen-Gelände betreffen, nicht den Kunstrasen („Höppe-Platz“) am Wolfspark, der ebenfalls in städtischem Besitz ist und von den Kickern der Fußballabteilung lediglich genutzt wird. Der Preußen-Park ist derzeit von der Stadt gepachtet und dem Verein zur Verfügung gestellt.

Der benachbarte Platz ist nach Heinrich Buchgeister, deutscher Meister im Speer- und Diskuswurf aus Werl, benannt. Wolfgang Asheuer war im März im Alter von 72 Jahren verstorben und gilt als „Mister Preußen“. Zu klären ist vor der Umbenennung möglicherweise auch der juristische Hintergrund – Asheuer hinterließ zwei Erbinnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare