E-Scooter in Werl: Das sagen Fahrradhändler und Polizei

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Ab Samstag sind Elektro-Tretroller überall erlaubt. Wie sieht die Nachfrage in Werl aus?

Werl – In dieser Woche gehen sie offiziell an den Start – Die E-Scooter (Elektro-Tretroller). Auch auf Werls Straßen könnte man dann bald Menschen auf den kleinen Elektro-Flitzern sehen. Die örtlichen Fahrradhändler wollen die Roller in ihr Sortiment aufnehmen.

„Noch bin ich da nicht ganz im Thema. Ich habe bereits ein Modell Probe gefahren, das hat mich allerdings noch nicht überzeugt“, erklärt Michael Ackermann, Besitzer vom 2-Rad-Center Werl, auf Anfrage. Denn das falsche Modell zu kaufen könne riskant sein.

„Noch ist das Thema relativ frisch, nicht jedes angebotene Modell wird auch eine Zulassung bekommen oder von der Versicherung abgedeckt werden“, erklärt der Fachmann. Manche Bremssysteme seien zum Beispiel gewagt. „20 km/h sind schon ziemlich schnell. Wenn da die Bremsen nicht richtig oder zu gut funktionieren, kann das ziemlich gefährlich werden“, so Michael Ackermann. Er werde deshalb noch abwarten und sich weitere Modelle ansehen.

Ähnlich ist es auch beim Zweiradhaus Püttmann. Dort sehe man der Entwicklung durchaus positiv entgegen und werde sich in Kürze Modelle ansehen, hieß es auf Anfrage. Die ersten E-Scooter könne es dann eventuell schon Ende des Sommers zu kaufen geben.

Polizei entspannt

Die Polizei sieht den neuen Verkehrsteilnehmern entspannt entgegen. Eine besondere Vorbereitung auf den Start der E-Scooter gebe es nicht. Auch spezielle Kontrollen seien nicht geplant. „Die Kollegen werden natürlich darauf achten, dass alle Regeln eingehalten werden. So wie bei anderen Verkehrsteilnehmern auch“, sagte Polizei-Sprecher Wolfgang Lückenkemper auf Anfrage. Zunächst werde es sowieso etwas dauern, bis die ersten E-Scooter auf den Straßen zu sehen sein werden.

Bußgelder

Der Entwurf der eKFV geht nach seiner Einführung mit einer Änderung der Bußgeldkatalog-Verordnung einher. Rund zwei Seiten im Entwurf sind dem Thema Tatbestand und Bußgeld gewidmet. Zum Beispiel: Befährt man mit einem E-Scooter den Gehweg, wird ein Bußgeld von 15 Euro fällig. Behindert oder gefährdet man dabei jemanden, wird es teurer.

Kommt noch eine Sachbeschädigung hinzu, liegt das Bußgeld bei 30 Euro. Zum Vergleich: Benutzt ein Fahrradfahrer den beschilderten Radweg nicht, kostet es ihn 20 Euro. Ebenfalls zur Kasse gebeten werden E-Scooter-Fahrer, wenn sie nebeneinander fahren (15 Euro) oder nicht die erforderlich Schalleinrichtung – zum Beispiel eine Klingel – an ihrem Tretroller angebracht haben (15 Euro). Auch hier ist das Bußgeld geringer als bei Fahrradfahrern. Teurer wird es, wenn der E-Scooter ohne Zulassung unterwegs ist (70 Euro) oder ohne gültige Versicherungsplakette (40 Euro).

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