IG Metall erhöht Druck auf die Stiftung

Kettler droht das Aus: Der Investor soll abgesprungen sein

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Werl/Ense - Dem Freizeitartikel-Produzent Kettler droht das Aus. Sicheren Anzeiger-Informationen nach sei der mögliche Investor Altera Capital abgesprungen. Die Belegschaft soll bereits informiert worden sein. Nach dramatischen Wochen mit Gerüchten und Spekulationen um die Zukunft des Unternehmens droht Kettler mit dem Rückzug des Investors endgültig das Aus.

Und somit auch der Verlust von mehr als 700 Arbeitsplätzen. Eine inoffizielle Bestätigung der neusten Entwicklungen gibt die IG Metall Hamm-Lippstadt mit einer Pressemitteilung am Mittwochabend. Sie rufe die Beschäftigten der Kettler GmbH in Ense und Werl dazu auf, Druck auf die Heinz-Kettler-Stiftung auszuüben, um die Unterschrift zu einer Vereinbarung zu erreichen. 

Die Pressestelle selbst übermittelte die Ankündigung der Demonstration an den Anzeiger mit den Worten „schlechte Nachrichten“. Geplant ist ein Treffen aller Mitarbeiter am morgigen Freitag an der Hauptverwaltung der Kettler GmbH in Ense-Parsit um 10 Uhr. 

Offiziell: Arbeitsplatzabbau bei der Firma Kettler

Eine halbe Stunde später soll eine Demonstration starten und gegen 11 Uhr eine Kundgebung vor dem Gebäude der Stiftung stattfinden. Würde die Heinz-Kettler-Stiftung kurzfristig 24 Millionen Euro bereitstellen, wäre dem Unternehmen erst einmal geholfen. 

Der Vorstand ziert sich

Der Vorstand der Stiftung ziert sich allerdings, dem Unternehmen die nötige Finanzspritze zu geben. Ohne Investor und ohne Geld der Stiftung droht dem Freizeitartikel-Produzenten Kettler das Aus. 

Noch vor wenigen Tagen dementierte das Unternehmen Gerüchte, es würde mit einem weiteren Interessenten Gespräche führen. Über diesen möglichen Investor hatte das „Handelsblatt“ zuvor berichtet. Weiter schreibt das Blatt, ob es wirklich zum Einstieg der Altera-Gruppe komme, sei „keineswegs gesichert“.

Auch das bestritt das Unternehmen gegenüber dem Anzeiger. „Altera ist nach wie vor an einem Einstieg bei Kettler interessiert“, ließ Kettler damals verlauten. 

Hier finden Sie die komplette Vorberichterstattung 

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