Anwohner beklagen sich

Drogen-Ärger an Werler Sekundarschule

Die Bewohner der Straßen ringsum die Sekunderschule berichten von einem Drogenumschlagplatz direkt vor ihrer Tür.
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Die Bewohner der Straßen ringsum die Sekunderschule berichten von einem Drogenumschlagplatz direkt vor ihrer Tür.

Die Anwohner der Straße „Am Salzbach“ schlugen Alarm: zu viel und zu schneller Verkehr, abendliche Treffen von PS-Protzen und Drogenhandel auf dem Parkplatz vor der Sekundarschule bereiteten ihnen Sorgen. Nun meldete sich eine Anwohnerin des Kucklermühlenwegs: Auf der anderen Seite des Schulgeländes erlebe sie ähnliche Probleme.

Werl – Sie habe schon einige Male beobachtet, wie am Wendehammer und am Parkplatz vor dem Eingang zur Schule Tütchen aus Autos herausgereicht werden. An den Kennzeichen lasse sich erkennen, dass die Autos zum Teil von weit weg kommen, zum Beispiel aus Essen: „Was machen die hier?“, fragt die Anwohnerin, die namentlich nicht genannt werden will. Denn sie habe Angst. Wenn sie die verdächtigen Leute anspreche, werde sie nur unflätig beschimpft. An Autos vor ihrem Haus seien vor etwa einem Jahr Nummernschilder gestohlen und einmal sogar ein Reifen platt gestochen worden.

Sie habe damals Anzeige bei der Polizei erstattet, berichtet die Frau. Außerdem habe sie sich anfangs häufiger bei Polizei und Ordnungsamt gemeldet. „Doch bis die hier waren, waren die Leute schon wieder weg.“ Deswegen habe sie dies inzwischen aufgegeben.

Polizei braucht Hinweise

Die Polizei rät allerdings dazu, genau dies nicht zu tun. „Wir sind auf Hinweise angewiesen“, sagte Polizeisprecher Holger Rehbock zuletzt bezogen auf die Beschwerden der Salzbach-Bewohner.

Die Anwohnerin berichtet davon, dass viele Anwohner inzwischen resigniert hätten und abends die Jalousien runterlassen. „Ich habe Angst, abends aus dem Haus zu gehen.“ Besonders schlimm sei es an den Wochenenden. Dabei wohne sie eigentlich gerne dort, fühle sich wohl in der Nachbarschaft.

Mit den Jugendlichen, die sich an der Schule treffen, zum Beispiel um Basketball zu spielen, könne man reden. Die zeigten durchaus Verständnis, wenn man mal darum bitte, etwas leiser zu sein. Bei den Personen, die von außerhalb kommen, sei dies nicht möglich. Hinterlassenschaften dieser ominösen Treffen seien immer wieder auch Müll, zerdepperte Flaschen und sogar Exkremente. Auch Spritzen haben sie in der näheren Umgebung schon gefunden. „Und das an einer Schule“, zeigt sich die Anwohnerin betroffen.

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