Kritik an zu vielen Plakaten

Grüne wollen Wahlwerbung begrenzen

Die Werler Grünen wollen die Werbeplakatierung im Vorfeld von Wahlen künftig begrenzen.
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Die Werler Grünen wollen die Werbeplakatierung im Vorfeld von Wahlen künftig begrenzen.

Die Werler Grünen regen mit Blick auf die Bundestagswahl am 26. September und der Landtagswahl im Frühjahr 2022 an, die Plakatierung im Vorfeld von Wahlen künftig zu begrenzen. Das ist einem Antrag für den nächsten Hauptausschuss am 22. April zu entnehmen.

Werl - „In einer Stadt wie Werl, die sich im digitalen Aufbruch befindet, gibt es andere Möglichkeiten, mit Menschen in den Dialog zu treten, als Laternen und Bäume mit Wahlplakaten zu überhäufen“, heißt es im Antrag. Aus Gründen des Umweltschutzes sei, falls möglich, auch die Werbung mit Plastik- oder Hohlkammerplakaten zu verbieten, fordern die Grünen. Die Bürger fühlten sich durch die allumfassende Plakatierung oft belästigt.

Auch über Plakatierungsrichtlinien oder Selbstverpflichtung der Parteien müsse man diskutieren, so die Grünen. Der Anspruch der Parteien auf angemessene Wahlwerbung sei zu gewährleisten. Aber: „Die Kandidaten und Parteien haben unserer Meinung nach außer durch Plakatierung genügend andere Möglichkeiten, sich bekannt zu machen“, heißt es in dem von Fraktionschef Thomas Schulte unterzeichneten Schreiben. Da eine Plakatierung laut Forschungsergebnissen allerdings zu höherer Wahlbeteiligung führe, schlagen die Grünen Folgendes vor:

  • Verbot von Werbeträgern an Laternen, Zäunen, Geländern und Bäumen
  • Die Aufstellung weiterer mobiler Stellwände für DIN A1 Plakate durch die Stadtverwaltung, die nach der Wahl abgebaut werden
  • Die Ausweisung fünf öffentlicher Flächen für Großplakate (Wesselmänner). Die Plakattafeln sollten an stark frequentierten Wegen und Plätzen aufgestellt werden und so groß sein, dass alle Parteien, Wählergemeinschaften oder Einzelbewerber gleichberechtigt ihre Wahlwerbung anbringen können.

Abschließend heißt es: „Eine ausufernde Plakatierung verschandelt unsere Innenstadt und Dörfer, verbraucht Ressourcen und produziere Müll. In diesem Sinne erscheint das Nachdenken über die gewohnte Praxis sinnvoll.“

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