Baken werden zur Seite gerückt

Darum ist der Lindfeldweg immer noch gesperrt

Die Abbruchkante am Lindweg ist scharf.
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Die Abbruchkante am Lindweg ist scharf.

Der Lindfeldweg zwischen Hilbeck und Sönnern sorgt für Irritationen – gesperrt oder nicht? „Die Maßnahme ist verlängert worden“ bestätigt die Ordnungsbehörde der Stadt Werl. Dies werde nach heutigem Stand noch bis Ende Oktober andauern.

Werl-Hilbeck - Bereits seit Anfang Juli ist der Weg zwischen Hilbeck und Pröbsting nach einem Busunfall gesperrt, dort war Dieselkraftstoff ausgelaufen. Die Instandsetzung verzögert sich, weil die Spezialfirma, die die Arbeiten durchführen kann, noch im Hochwassergebiet im Einsatz ist. Irritationen gibt es deshalb, „weil Menschen das nicht immer akzeptieren“, äußert Clarissa Stich, Abteilungsleiterin Sicherheit und Ordnung, ihr Unverständnis über uneinsichtige Verkehrsteilnehmer, die die Baken an die Seite rücken.

Zwischenzeitlich fehlte sogar das Schild „Verbot für Fahrzeuge aller Art“. „Sie sollten sich Gedanken darüber machen, dass sie auch andere gefährden“, betont Stich. Erst mittwochs hatte die Firma dies erneut korrigiert, am Donnerstag war die Zufahrt wieder frei.

Steile Abbruchkante

Die Gefährdung in dem Bereich ist nicht offensichtlich. Eine steile Abbruchkante durch die notwendige Auskofferung an der Unfallstelle ist zwar zusätzlich gesichert, „dort ist der Asphalt aber durch starke Regenfälle bis auf 20 Zentimeter unterspült“, erklärt Christian Reiß, Vize-Abteilungsleiter allgemeine Ordnung. Es bestehe die Gefahr eines Abbruchs durch das Gewicht eines Fahrzeugs oder die Sturzgefahr von Radfahrern am steilen Straßenrand.

Zwischenzeitlich war es so, dass Fahrer aus Sönnern kommend am Brandweg bereits per Sackgassenschild und Zusatzinformation „Lindfeldweg gesperrt“ hingewiesen werden. Im weiteren Verlauf war die Zufahrt möglich. Aus Richtung Hilbeck stehen Baken, die eine schmale Durchfahrt vorhielten, aber eben ohne Schild „Durchfahrt Verboten“. Prekär ist die Situation zusätzlich, da der Weg als Ausweichstrecke für den stauenden Verkehrsfluss durch die Baustelle auf der B63 genutzt wird.

Ortskundige können auch nicht über Holtum ausweichen, da dort noch immer der Bahnübergang „Am Tiggesloh“ gesperrt ist. Auch hier wurde schon über weggerückte Sperrungen berichtet. Komme jemand zu Schaden, kennt das Strafgesetzbuch den § 315b „gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr“ erklärt Reiß, dass man es nicht mit einem Kavaliersdelikt zu tun hat. „Es ist für alle nicht schön“ so der Fachmann, „aber wir machen das nicht zum Spaß“ sagt er.

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