Seit dem 20. März verschwunden

Fast vier Monate auf der Flucht: Das ist der Ermittlungsstand im Fall Daniel Vojnovic

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Mit diesem Foto sucht die Polizei nach Vojnovic.

Werl – Der am 20. März geflohene Sicherungsverwahrte Daniel Vojnovic ist offenbar weiter auf freiem Fuß und damit bereits seit fast vier Monaten auf der Flucht.

Bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Bielefeld war am Mittwoch jedenfalls kein neuer Sachstand zu erfahren. „Zum gegenwärtigen Stand der Aufenthaltsermittlung können wir keine Auskunft geben“, sagte Oberstaatsanwalt Udo Vennewald auf Anfrage. 

Ende Mai hatte Vennewald von einer„heißen Spur“ zum Aufenthaltsort gesprochen, aber aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Details genannt. 

Seit 20. März verschwunden

Am 20. März war Vojnovic bei einer Ausführung geflohen. Zunächst war der Mann in Begleitung von zwei JVA-Bediensteten in Bad Salzuflen mit seinen Eltern unterwegs gewesen. Zurück in der Wohnung schloss er sich im Bad ein und entwich aus dem Fenster.

Disziplinarverfahren läuft

Mit diesem Foto sucht die Polizei nach Vojnovic.

Gegen die beiden Bediensteten der JVA läuft ein Disziplinarverfahren, weil es Anhaltspunkte dafür gibt, dass sie ihrer Verpflichtung unzureichend nachgekommen seien. 

Das Verfahren laufe, sagte Anstaltsleiter Thomas König. Ein Ergebnis gebe es noch nicht.

Wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt

Vojnovic war am 10. Februar 2015 wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Führen einer halbautomatischen Kurzwaffe zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Nach deren Ablauf befand sich der gebürtige Herforder, der serbische Wurzeln besitzt, seit März 2018 in der JVA Werl in Sicherungsverwahrung.

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