Corona-Fall an der Schule

Für 38 Familien ist der Start in die Sommerferien gelaufen

An der Walburgisschule Werl gibt es einen Coronafall - mit schwer wiegenden Folgen.
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An der Walburgisschule Werl gibt es einen Coronafall - mit schwer wiegenden Folgen.

Für 38 Familien ist der Start in die Sommerferien gelaufen: 25 Kinder einer zweiten Klasse der Walburgisschule sowie die Klassenlehrerin, zusätzlich zehn Kinder des Offenen Ganztags und zwei Erzieherinnen der Betreuungsgruppe müssen in Quarantäne. Denn die Corona-Infektion eines Kindes hat sich im PCR-Test bestätigt.

Werl - Die umfangreichen Maßnahmen werden damit begründet, dass es sich bei der Infektion um die in Werl grassierende Delta-Mutation des Coronavirus handeln könnte.

Daher wurden Kinder und Betreuer in die zweiwöchige Isolation geschickt. Ein Schock für die gesamte Schulgemeinde sei das, sagt Schulleiterin Andrea Humpert, die die Maßnahmen am Mittwochnachmittag bestätigte. Für die betroffenen Familien sei das „wirklich hart“. Zwei Kinder, die zuletzt nicht in der 27-köpfigen Klasse waren, haben Glück: Sie sind nicht von der Quarantäne-Anordnung betroffen.

„Wir sind alle mit traurig mit den Kinder und Familien, die sich jetzt große Sorgen machen“, sagt Andrea Humpert. „Wir hätten uns gerne persönlich von den Kindern verabschiedet, das geht nun nicht mehr.“

Im Gegenzug ist die Schule aber auch froh, dass das Ausbruchsgeschehen an der Grundschule in der Werler Innenstadt offenbar begrenzt ist. Es war der erste Fall seit der eingeführten Pool-Testung. Zudem seien alle anderen Pool-Testungen negativ gewesen. Inständig hofft die Schulleiterin, dass bis zu den Sommerferien keine weiteren Fälle hinzukommen. Denn die Sommerferien würden in vielen Familien nach der langen Pandemie-Zeit geradezu herbeigesehnt. Nun zu wissen, dass die Familien erst mal ans Haus gebunden sind, sei bitter. Das Gesundheitsamt hat bereits Kontakt mit den betroffenen Familien aufgenommen.

In der Ganztagsbetreuung der Walburgisschule hat sich das betroffene Kind zwar nur kurz aufgehalten, dennoch wurde auch hier „als Vorsichtsmaßnahme“ über die gesamte Gruppe die Quarantäne verhängt. 16 Kinder sind in der Gruppe, allerdings auch sechs, die auch in der betroffenen zweiten Klasse lernen.

„Wir hoffen sehr, dass die getroffenen Vorsichtsmaßnahmen greifen und alle Kinder und ihre Familien gesund bleiben beziehungsweise wieder schnell gesund werden“, schreibt die Schule auf ihrer Homepage in einem Elternbrief. Die Abschiedsfeiern der Viertklässler seien nicht betroffen „und können hoffentlich bei gutem Wetter klassenweise draußen stattfinden“.

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