Heimische Parteien investieren in Werbung

Corona erschwert den Wahlkampf für Werler Parteien

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Wahlplakate zur Kommunalwahl am 13. September – wie hier am Salinenring – sind im gesamten Stadtgebiet zu finden.

Seit ein paar Tagen sind die ersten Wahlplakate im Stadtgebiet zu sehen. Zahlreiche große und kleine Plakate werden in der Stadt und in den Ortsteilen für die Bürgermeisterkandidaten und die Parteien werben.

Werl - Sieben Wochen sind es noch bis zur Wahl. Die Corona-Pandemie erschwert den Wahlkampf. Die Kosten für den Kommunalwahlkampf müssen die heimischen Parteien selber zahlen. Zuschüsse vom Land oder Bund gibt es in diesem Jahr nicht. 30 Plakate und zusätzliche großflächige Aufsteller hat die Stadtverwaltung den hiesigen Parteien genehmigt.

Wahlkampf in Werl: Das sagt die CDU

Die Plakate der CDU sollen sich laut Gerd Petermann von den anderen unterscheiden, damit klar wird, was die CDU für Ziele hat. Die Christdemokraten werden mit Ständen in der City präsent sein. Torben Höbrink ist als Ansprechpartner auf dem Wochenmarkt unterwegs und steht dem Bürger bei Fragen zur Verfügung. „Wir werden auch in die Ortsteile gehen und den Austausch mit den Bürgern suchen“, berichtet Höbrink. Das Internet ist für die CDU eine wichtige Informationsquelle.

Die CDU will Bürgermeisterkandidat Torben Höbrink in Werl bekannt machen. „Wir wollen, dass sein Gesicht in Werl präsent wird“, erklärt der CDU-Vorsitzende Gerd Petermann. 25.000 Euro lassen sich die Werler Christdemokraten den Wahlkampf kosten. Zehn Bauzaunaufsteller sowie eine wechselnde Plakataktion werden demnächst an den Straßen stehen. Zusätzlich hat die CDU Laternen angemietet. „Wir möchten gerne mehr Fläche bekommen und dafür werden die Laternen als Werbefläche genutzt“, so Petermann.

Wahlkampf in Werl: Das sagt die SPD

Die SPD will mit wechselnden Plakaten die Wähler ansprechen. Sechs großflächige Aufsteller und jeweils 30 Doppelständer sind von den Sozialdemokraten in Planung. „Wir haben am 2. August unseren Auftakt und versuchen, über Einzelgespräche mit dem Bürger in Kontakt zu kommen“, berichtet Jürgen Stache. Die SPD gibt für den Wahlkampf rund 17.000 Euro aus. Der größte Teil der Kosten kommt aus den Sitzungsgeldern der vergangenen vier Jahre. „Wir werden in die Wahlbezirke gehen und Publikationen an die Bürger übergeben. Dadurch haben wir die Möglichkeit, mit dem Wähler direkt zu sprechen“, so Stache. Wegen der Corona-Pandemie sollen die Stände in der Stadt nicht von so vielen Politikern besetzt werden.

Wahlkampf in Werl: Das sagen die Grünen

Wie Thomas Schulte von den Grünen mitteilt, wird seine Partei fünf großflächige Wahlplakate aufstellen. Zudem sollen 50 Aufsteller mit Wahlpostern im Stadtgebiet zu sehen sein. Auf den 17 Gemeinschaftswerbeflächen haben die Grünen ebenfalls ihre Plakate geklebt.

Die Partei erhofft sich, dass sich durch die öffentliche Wahrnehmung der Plakate die Wähler dadurch angesprochen fühlen. „Aber wir sehen das mit der Plakatwerbung sehr kritisch. Da geht es um Müllvermeidung“, erklärt Schulte. „Es darf nicht so viel werden und soll am Ende keine Vermüllung der Landschaft über mehrere Wochen werden“, fügt der Grünen-Politiker hinzu. Die Grünen werden mit Ständen in der Fußgängerzone vertreten sein. Zudem ist eine Sprechstunde auf dem Wochenmarkt in Planung. Die Grünen geben für die Wahl 5000 Euro aus.

Wahlkampf in Werl: Das sagt die BG

Die Bürgergemeinschaft gibt 6.000 Euro für die diesjährige Kommunalwahl aus. Auf die sogenannten „Wesselmänner“ (Großflächige Werbung) verzichtet die BG. „Wir haben 60 Aufsteller und beteiligen uns an den 17 städtischen Werbeflächen“, sagt Siegbert May. Sechsseitige Flyer werden auf dem Postweg an alle Haushalte verschickt.

Die Wähler können sich im Internet über das Wahlprogramm informieren. Wahlveranstaltungen wird die BG aus Gründen des Corona-Risikos nicht ausrichten. „Wir sind mit Ständen in der Stadt vertreten“, berichtet er. Siegbert May denkt, dass seine Gemeinschaft in Werl nach 30 Jahren bekannt sein muss. „Wer uns jetzt noch nicht kennt, wird uns eh nicht wählen“, fügt er hinzu.

Wahlkampf in Werl: Das sagt die FDP

Mayela Hiltenkamp von der FDP teilt mit, dass der Ortsverein rund 15 Werbeplakate aufstellen wird. Die 2000 Euro, die die Partei in den Wahlkampf stecken wird, muss zusätzlich noch aus privaten Geldern mitfinanziert werden.

Am 1. August beginnen die Liberalen mit dem Wahlkampf in der Wallfahrtsstadt. „Unsere Plakate sollen besonders die ältere Generation ansprechen. Die jüngeren Wähler kennen sich im Internet gut aus und da sind wir gut vertreten“, so die Vorsitzende. In der Stadt soll an zwei Tagen Wahlkampf gemacht werden. Die FDP plant Gruppengesprächsrunden mit den Bürgern.

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