Coronavirus

Landwirte im Kreis Soest warten weiter auf Erntehelfer

Spargel
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Symbolbild

Corona hin oder her, der Spargel sprießt und muss gestochen werden, die Erdbeeren reifen, kleine Gemüsepflänzchen müssen ins Freiland, damit es demnächst was zu ernten gibt. Schwierig bleibt das Ganze für die landwirtschaftlichen Betriebe, weil die Frage der Saisonarbeitskräfte oft noch ungeklärt ist.

Werl/Soest - Dieter Mensing vom Erdbeerhof Mensing in Werl hat auf die Probleme zum einen dadurch reagiert, dass er frühzeitig die Anbaufläche für Erdbeeren in diesem Jahr halbiert hat. Wenn es ans Ernten geht, hofft er, auf deutsche Erntehelfer zurückgreifen zu können. Jedenfalls habe er mehrere Anrufe erhalten von Anbietern, die zum Beispiel Studenten vermitteln wollen.

Zudem setzt Mensing seine Hoffnung darauf, dass vermehrt Kunden zum Selbstpflücken kommen, einerseits weil die Leute wegen Corona mehr Zeit haben, andererseits, weil sie womöglich mehr aufs Geld gucken müssen als sonst. Ganz ohne Erntehelfer geht es jedenfalls kaum, betont Mensing. Die empfindlichen Erdbeeren, die in den Handel kommen sollen, müssen früh am Morgen geerntet werden, sobald es hell wird.

Coronavirus im Kreis Soest: Erntehelfer aus Osteuropa

Seit klar ist, dass Erntehelfer aus Osteuropa bei Einhaltung aller Formalien trotz der Corona-Krise doch per Flugzeug einreisen dürfen, ist es um die Frage der Erntehelfer etwas ruhiger geworden. Entspannung ist für die Betriebe aber nicht in Sicht. Der bürokratische Aufwand ist hoch, berichtet Erdbeerbauer Antonius Alteköster aus Möhnesee-Körbecke. Zehn Helfer werden gebraucht und Alteköster setzt auf bewährte Kräfte aus Rumänien. „Die kennen den Hof, die können Trecker fahren, die wissen, wo die Felder sind“, berichtet er.

Studenten habe er zur Aushilfe auch schon im Einsatz gehabt, die müssten inzwischen aber wieder studieren und stünden nicht zur Verfügung. Normalerweise reicht vier, fünf Tage für den Beginn der Ernte ein Anruf Altekösters in Rumänien, dann setzen sich die Helfer in ihre Autos und sind passend da. Wegen Corona müssen sie nun auf Altekösters Kosten per Flugzeug einreisen. Drei mal wurde der Flugtermin allerdings schon verschoben. Nun hofft der Landwirt aus Körbecke dass es zu dem Termin 1. Mai klappt. Sonst wird es schwierig: „Die Erdbeeren auf dem Feld werden langsam rot, aber die Helfer sind noch nicht da.“

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