Positiver Corona-Fall

Delta-Variante vermutet: Komplette Kita bleibt geschlossen

Bestätigter Corona-Verdacht: Die Kita Wichtelhausen in Werl ist komplett geschlossen.
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Bestätigter Corona-Verdacht: Die Kita Wichtelhausen in Werl ist komplett geschlossen.

[Update: 14.03 Uhr] Weil sich der Corona-Verdacht an einer Kita bestätigt hat, bleibt die ganze Einrichtung vorerst geschlossen. Laut Träger gibt es auch eine Verbindung zu den Fällen an der Sekundarschule.

Werl - Stille statt Kinderlachen: Die Kita Wichtelhausen im Werler Norden ist zurzeit komplett verwaist. Die Erklärung findet man auf einem Zettel an der Eingangstür: „Liebe Eltern, leider hat sich der Corona-Verdacht bestätigt, und wir müssen die Einrichtung bis voraussichtlich Dienstag schließen“, ist dort zu lesen.

Thomas Urlaub vom Träger PariAktiv teilte auf Anfrage mit, dass die Testungen noch liefen. „Sicher ist, dass in der Familie eines Kindes bestätigte Fälle vorliegen.“ Sie seien wahrscheinlich über das jüngere Geschwisterkind in die Kita gelangt. Über Familienkontakte gebe es auch Verbindungen zu den kürzlich bekannt gewordenen Fällen an der Sälzer-Sekundarschule in Werl.

Beziehung zur Sekundarschule

Die Kita-Schließung sei eine vorsorgliche Maßnahme des Gesundheitsamtes, weil es sich mutmaßlich um die als ansteckender und gefährlicher geltende Delta-Variante des Virus handeln könnte, so Urlaub. Die Quarantäne für alle gelte zunächst bis einschließlich 22. Juni. Dann würde das weitere Vorgehen abgestimmt. Betroffen sind laut Träger zunächst 69 Kinder und 16 Mitarbeiter

Kreis berichtet von einem Fall an Werler Kita

Das Kreisgesundheitsamt hatte bereits am Freitag von einem Corona-Fall in einer Werler Kindertageseinrichtung berichtet, ohne den Namen der Einrichtung zu nennen. Alle erforderlichen Maßnahmen seien ergriffen worden, hieß es. Am Montag bestätigte Kreissprecher Wilhelm Müschenborn das Vorgehen an der Kita Wichtelhausen auf Anfrage. Es gebe bislang einen positiven Fall. Dass nicht nur eine Gruppe, sondern die gesamte Kita in Quarantäne muss, hänge damit zusammen, dass die Kitas seit zwei Wochen wieder unter „Volllast“ fahren. „Das heißt, die Gruppen werden nicht mehr streng getrennt und es kommt zu einer Durchmischung der Gruppen. Zudem ist aufgrund des Auftretens der Delta-Variante in Werl höhere Vorsicht geboten“, so Müschenborn. 

Müschenborn bestätigte auch, dass es über Geschwisterkinder Verbindungen zur Sekundarschule gibt, „allerdings ohne direkten Kontakt zu den Schülern mit dem Verdacht auf die Delta-Variante“. 

Analyse verzögert sich: Kita bleibt länger geschlossen

Um den Verdacht auf die Delta-Variante nachzugehen, sei ein Arzt aus dem Gesundheitsamt persönlich zur Familie gefahren, teilt der Kreis mit. So soll sichergestellt werden, dass eine Variantenanalyse zeitnah erfolgen kann. „Leider sind die Labore aktuell nicht in der Lage, innerhalb kurzer Zeit auf das Delta-Virus zu testen.“ Entgegen vorheriger Informationen habe das Labor am Montag angedeutet, dass die Ergebnisse frühestens Donnerstag oder Freitag vorliegen. Deswegen werde der Kindergarten auch weiter geschlossen bleiben.

Die Eltern, so steht es auf dem Aushang an der Kita, erhalten weitere Informationen über die Kindy-App oder telefonisch, sobald die Kita vom Kreisgesundheitsamt weitere Informationen erhalten hat.

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