Explosive Ware

Das haben die blauen Container vor Kaufland mit der Corona-Krise zu tun

In den blauen Übersee-Containern vor dem Kaufland-Center in Werl werden nicht verkaufte Feuerwerkskörper gelagert.
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In den blauen Übersee-Containern vor dem Kaufland-Center in Werl werden nicht verkaufte Feuerwerkskörper gelagert.

Seit einigen Wochen fallen auf der Wiese vor dem Kaufland-Center zwei blaue Überseecontainer ins Auge. Nur warum stehen sie dort? Lagert dort die Toilettenpapier-Reserve für die nächste Hamsterkauf-Welle? Nicht ganz. Aber mit dem Coronavirus haben die großen Kisten durchaus zu tun.

Werl - Laut Alisa Götzinger von der Unternehmenskommunikation von Kaufland handelt es sich um „Feuerwerkscontainer“.

Der Verkauf von Feuerwerk vor Silvester war aufgrund der Corona-Lage vom Land verboten worden. „Die bereits bestellten Feuerwerkskörper sind daher, bis zu ihrer Rücknahme durch den Lieferanten, in den Feuerwerkscontainern sicher eingelagert worden“, so Götzinger.

Die blauen Kisten mit der explosiven Ware werden also in naher Zukunft wieder verschwinden.

Land untersagte Verkauf

Das Land hatte den Verkauf von Feuerwerk vor Silvester untersagt, vor allem um den Menschen keinen Grund zu geben, sich zum gemeinsamen Abbrennen zu versammeln. Das Verbot kam allerdings relativ kurzfristig, sodass viele Handelsketten ihre Werbeprospekte zum Böllerverkauf bereits gedruckt hatten. Das sorgte in den Tagen vor dem Jahreswechsel vielerorts für Verwirrung.

Auch Kaufland warb in Anzeigen für den Verkauf von Knallern und Raketen. Auch aus Gründen des Umweltschutzes habe man sich dagegen entschieden, alle Prospekte wieder einzustampfen und neue zu drucken, so Götzinger. Stattdessen seien die Kunden vor Ort darauf aufmerksam gemacht worden, dass es wegen des Verbots kein Feuerwerk zu kaufen gibt.

Das Abbrennen an sich war in Werl nicht verboten. Und die ein oder andere Rakete aus Restbeständen leuchtete durchaus am Neujahrs-Himmel. Allerdings fiel das Feuerwerk deutlich kleiner und kürzer aus als in anderen Jahren.

Vielleicht darf die „explosive Ware“ aus den blauen Containern ja in knapp einem Jahr dann 2022 begrüßen.

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