Coronavirus in den Häusern Mozart und Amadeus

Weitere Tote in Seniorenheimen - „aber wir sind über dem Berg“

Das Haus  „Amadeus“ und das Benachbarte Haus „Mozart“ haben schwere Zeiten hinter sich.
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Das Haus „Amadeus“ und das Benachbarte Haus „Mozart“ haben schwere Zeiten hinter sich.

Die Zahl der Toten durch den Massenausbruch des Coronavirus in den Seniorenhäusern „Amadeus“ und „Mozart“ ist weiter gestiegen. Dennoch meldet Träger Korian: „Wir sind über dem Berg“ - und setzt viel Hoffnung in die Impfung am Samstag.

Werl - Drei weitere Bewohner sind durch oder mit das Coronavirus in dieser Woche verstorben, teil der Träger auf Anfrage unserer Redaktion mit. Damit erhöht sich die Zahl der verstorbenen Menschen im Zuge des Massenausbruchs auf 25. Zugleich sind aktuell aber nur noch vier Bewohner erkrankt.

Aus dem Haus Mozart gilt noch ein Bewohner als coronakrank, im Haus Amadeus sind es drei, davon liegt einer noch im Krankenhaus. Damit, so eine Korian-Sprecherin, sei die Infektionswelle deutlich abgeklungen, zur großen Erleichterung von Bewohnern und Mitarbeitern. Aber der Schock und die Trauer über die vielen Toten ist in den Häusern überall greifbar.

Zwei Mitarbeiter noch in Quarantäne

Auch beim Personal können die Seniorenhäuser vom Westuffler Weg fast wieder auf alle Kräfte setzen. Nur zwei Mitarbeiter befinden sich aktuell noch in Quarantäne; zuvor hatten sich auch viele Beschäftige angesteckt und mussten Zuhause bleiben. „Auch da ist die Erleichterung groß“, sagt die Sprecherin.

Besuche können mittlerweile wieder stattfinden, aber nicht auf dem Zimmer. Aber zumindest im besuchsraum können Angehörige ihre Lieben sehen, natürlich unter vielen Schutzmaßnahmen, damit das Virus nicht erneut zuschlagen kann.

Am Samstag wird geimpft

Alle Hoffnung setzen Bewohner und und Mitarbeiter nun auf die Impfaktion am Samstag. Dazu kommen drei Ärzte in die Häuser Amadeus und Mozart. 82 Prozent der Bewohner und 55 Prozent der Mitarbeiter haben sich für die erste Impfrunde gemeldet. Der Träger sieht darin eine „gute Impfbereitschaft“. Bereits jetzt hätten sich Mitarbeiter nachgemeldet, die doch geimpft werden wollen“, sagt die Sprecherin. Der Anteil werde also noch steigen; so schnell wie möglich sollen alle, die es wollen, die Spritzen bekommen. Damit sei zumindest der Schutz vor einem schweren Verlauf bei Ansteckung gegeben. Tenor aus den Häusern: „Wir sind total erleichtert, dass die Impfungen nun starten.“

Das Gesundheitsamt steht nach wie vor in enger Abstimmung mit dem Träger. Die Behörden hatten dem Betreiber der Häuser attestiert, keine Fehler gemacht zu haben.

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