Ab heute

Coronavirus: Werl hebt Allgemeinverfügung für das Stadtgebiet auf - Sporthallen ab sofort geschlossen

Wegen steigender Corona-Inzidenz: Maskenpflicht in Werler Innenstadt
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In der Fußgängerzone Werls und dem Wochenmarkt muss durch die neue Verordnung Maske getragen werden.

Die Stadt Werl hebt die Allgemeinverfügung, die eigentlich noch bis zum 31. Oktober gelten sollte, ab sofort auf.

Werl - Der Kreis Soest erließ vor dem Hintergrund der gestiegenen Infektionszahlen und einer Sieben-Tages-Inzidenz auf Kreisebene, die den Schwellenwert von 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner (Gefährdungsstufe 1) überstieg, am 27. Oktober eine für das Kreisgebiet geltende Allgemeinverfügung. Damit gelten insgesamt für den Kreis Soest stärkere Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus.

Wegen steigender Corona-Fallzahlen erließ die Stadt Werl bereits am 14. Oktober eine für das Werler Stadtgebiet geltende Allgemeinverfügung, deren Schutzmaßnahmen sich jedoch nicht vollständig mit den Maßnahmen der Kreisverfügung decken.

Um eine einheitliche Handhabung zu gewährleisten und eine einfachere Orientierung für die Bürger zu ermöglichen, hat sich die Stadt dazu entschlossen, ihre eigene Verfügung aufzuheben. Die Aufhebung gilt ab Mittwoch, 28. Oktober. Damit gilt für das Werler Stadtgebiet neben der Corona-Schutzverordnung NRW und ergänzenden Landesregelungen wie in allen anderen Städten und Gemeinden des Kreises nur noch die Allgemeinverfügung des Kreises Soest.

Coronavirus im Kreis Soest: Feste höchstens mit 25 Personen

Die wesentlichen Änderungen bestehen darin, dass an Festen zu einem herausragenden Anlass (zum Beispiel Jubiläums-, Hochzeits-, Tauf-, Geburtstags-, Abschlussfeiern) höchstens 25 Personen teilnehmen dürfen. Aufgrund der Beschränkung entfällt die Anmeldepflicht von Festen mit 26 bis 50 Personen, da diese nicht mehr stattfinden dürfen.

Zudem gilt in geschlossenen Räumen bei Konzerten, Aufführungen und sonstigen Veranstaltungen und Versammlungen eine Maskenpflicht an Sitz- und Stehplätzen. Gleiches gilt für sämtliche Sportveranstaltungen. Statt zuvor mit fünf dürfen sich jetzt im öffentlichen Raum Gruppen mit bis zu zehn Personen treffen.

Die Verwaltung weist jedoch darauf hin, dass sich nach der am Mittwoch stattfindenden Ministerpräsidentenschalte mit der Bundeskanzlerin weitere Veränderungen bei den Schutzmaßnahmen ergeben können.

Coronavirus im Kreis Soest: Sporthallen ab sofort geschlossen

Unabhängig davon beschloss der Krisenstab der Stadt Werl, dass sämtliche städtischen Sport- und Turnhallen für den Schulsport nicht freigegeben werden und für den Vereinssport ab sofort geschlossen sind. Die Stadt schließt sich damit nach Abwägung verschiedener Aspekte insbesondere jedoch mit Blick auf das Infektionsgeschehen der Vorgehensweise des Kreises Soest an.

Die städtischen Schulen sowie die Werler Sportvereine erhalten hierzu kurzfristig eine separate Mitteilung. Nach Kenntnis der Verwaltung haben zahlreiche Sportvereine den Ligabetrieb bereits eingestellt und auch den Trainingsbetrieb deutlich eingeschränkt bzw. gänzlich eingestellt. Die Schließung der städtischen Hallen erfolgt zunächst ohne zeitliche Befristung.

Coronavirus im Kreis Soest: Bußgeld für Maskenverweigerer

Die Stadt teilt zudem mit, dass das Ordnungsamt unter anderem die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln und insbesondere die Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske kontrolliert und bei Zuwiderhandlungen oder einer Nichteinhaltung der Regelungen die Betreffenden mit einem Bußgeld belegt werden.

Dieses Bußgeld beträgt zum Beispiel für eine Person, die sich weigert, eine Mund-Nasen-Bedeckung in den bezeichneten Bereichen zu tragen, 50 Euro und kann im Wiederholungsfall deutlich höher ausfallen. Das Ordnungsamt setzt bei einem erstmaligen auffällig werden zunächst auf eine freundliche aber deutliche Ansprache und wird für Verständnis werben.

Sofern Aufklärungsgespräche oder Ermahnungen nicht fruchten, ist das Ordnungsamt in jedem Fall gehalten, die Verstöße zu ahnden und die Vorgehensweise zum Schutz der Allgemeinheit deutlich zu verschärfen. Hier erfolgen tägliche Abstimmungsgespräche mit den kontrollierenden Mitarbeitern des Ordnungsamts, dem Bereitschaftsdienst der Stadt sowie den zusätzlich eingesetzten Verwaltungshelfern.

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