Nach der Corona-Krise

Hotel steht vor doppeltem Neustart

Geschäftsführerin Sandra Olschewsky (rechts) und ihre Stellvertreterin Stefanie Rosenberg leiten gemeinsam das Hotel Maifeld.
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Geschäftsführerin Sandra Olschewsky (rechts) und ihre Stellvertreterin Stefanie Rosenberg leiten gemeinsam das Hotel Maifeld.

Seit dem 1. November hat kein Gast mehr das Hotel Maifeld betreten. Corona bescherte dem Haus an der Hammer Landstraße zuletzt schwere Zeiten. Unter neuer Führung wappnet sich das Maifeld nun für den Neustart nach der Pandemie. Geschäftsführerin Sandra Olschewsky und ihre Stellvertreterin Stefanie Rosenberg wollen die Krise nutzen, um Hotel und Restaurant regionaler auszurichten.

Werl - Gewöhnen müssen sich Olschewsky (34) und Rosenberg (36) nur an ihre neuen Rollen. Hotel und Mitarbeiter sind ihnen seit Jahren vertraut. Olschewsky arbeitet seit 2013 im Maifeld. Zuletzt war sie Assistentin von Geschäftsführerin Kathrin Böhmer, die das Hotel nun aus familiären Gründen verließ. Ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau absolvierte Olschewsky im Park Inn in Kamen (heute Mercure). Gebürtig kommt sie aus Gladbeck, heute lebt sie in Unna. Rosenberg stammt aus Hamm, lebt aber inzwischen in Werl. Die Hotelfachfrau gehört bereits seit 2006 zum Maifeld-Team, absolvierte dort auch ihre Ausbildung. Zuletzt war sie Direktionsassistentin.

„Mir liegt das Haus am Herzen“, sagt Olschewsky. Jetzt wolle sie in ihrer neuen Rolle die Neuausrichtung des Hauses mit vorantreiben. Und Rosenberg will viele der eigenen Ideen mit einbringen, die sie schon länger in sich trage.

Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft das Restaurant. Dieses soll sich nach der Renovierung nicht nur optisch neu präsentieren, sondern auch anders heißen. Wie? Das soll noch nicht verraten werden. Ziel sei es, dass das Restaurant eigenständiger und nicht mehr nur als Hotel-Restaurant wahrgenommen wird, erläutert Rosenberg. „Viele Gäste haben beim Betreten eines Hotel-Restaurants eine gewisse Hemmschwelle, diese Hemmschwelle wollen wir senken“, sagt Olschewsky. Beide würden sich vor allem freuen, wenn mehr Werler den Weg ins Restaurant finden. Mit einem neuen Chefkoch soll die Küche zudem einen regionalen Schwerpunkt erhalten.

Kooperationen

Stärker regional vernetzen will sich das Hotel, um Touristen und Wochenendgästen mehr bieten zu können. So will sich das Maifeld zum Beispiel am Bonus-Projekt „BördeRuhrKarte“ beteiligen. Auch Kooperationen mit Schwimmbädern, Museen und ähnlichen Freizeiteinrichtungen seien angedacht. Der Tourismus sei schon vor Corona ein wichtiges Standbein fürs Hotel gewesen, so Rosenberg. Nun will sich das Haus in diesem Bereich noch stärker positionieren. „Wir setzen natürlich auch darauf, dass in diesem Jahr viele Urlaub in Deutschland machen wollen.“

Medifit

Auch im Bereich Medifit stehen Änderungen an: So soll die Trainingsfläche mit den Geräten moderner und ansprechender gestaltet werden, erläutert Olschewsky. An der grundsätzlichen Ausrichtung soll sich aber nichts ändern, auch Soccerfeld und Badmintonplätze werde es weiter geben.

Auch der Eingangsbereich mit der Rezeption und der Tagungsbereich sollen nach Möglichkeit noch vor der Neueröffnung neu gestaltet werden. Bei den 50 Zimmern und acht Suiten bestehe hingegen kein Handlungsbedarf. Kleinere Schönheitsreparaturen habe man bereits während der vergangenen Monate durchgeführt.

Kurzarbeit

Das neue Führungsduo versprüht Optimismus, will die Krise als Chance nutzen. Doch die beiden machen auch keinen Hehl daraus, wie schwer die Krise das Haus getroffen hat. Über das ganze Corona-Jahr gesehen habe das Sport- und Tagungshotel nicht mal die Hälfte der normalen Auslastung erreicht, so Olschewsky. Ohne Hilfsgelder, stellt Rosenberg klar, hätte das Haus nicht überlebt. Der Großteil der rund 50 Mitarbeiter befindet sich seit Monaten in Kurzarbeit. Insgesamt sei das Team auch kleiner geworden, weil einige aufgrund der unsicheren Situation ihre Zukunft nicht mehr in der Gastronomie gesehen haben.

Umso mehr freut sich die neue Hotel-Leitung darauf, bald endlich wieder Gäste empfangen zu dürfen. Dafür habe man auch das Hygienekonzept weiter verbessert, zum Beispiel zusätzliche Luftfilter im Restaurant und in den Tagungsräumen installiert.

Testmöglichkeit

Auf dem Parkplatz am Hotel Maifeld wird es ab dem 19. Mai eine mobile Corona-Teststation geben, die jeder nutzen kann. Informationen zu Öffnungszeiten, Terminen und einer Online-Terminvergabe finden Interessierte auf der Internetseite des Hotels.

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