Pilgern nach Werl

Wallfahrt wegen Corona auf 100 Teilnehmer beschränkt

Wallfahrtsleiter Gerd Best teilt die Kommunion in der Basilika aus.
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Wallfahrtsleiter Gerd Best teilt mit: „Die Obergrenze pro Gruppe liegt bei 100 Pilgern. Größere Gruppen sind völlig ausgeschlossen.“

Auch in diesem Jahr werde die Wallfahrt maßgeblich bestimmt von Einschränkungen durch die Pandemie, sagt Wallfahrtsleiter Dr. Gerd Best auf Anfrage. Großwallfahrten werde es demnach auch 2021 nicht geben.

Werl - Aber anders als im Vorjahr, als zum Teil nur kleine Delegationen kamen, werden zumindest wieder etwas größere Gruppen erwartet. Die Obergrenze pro Gruppe liege bei 100 Pilgern, sagt Best. Größere Gruppen seien „völlig ausgeschlossen“.

Zur Eröffnung am 1. Mai wird Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen, nach Werl kommen, tags drauf pilgern schon die Ermländer zur „Trösterin der Betrübten“, dem Gnadenbild in der Basilika. Für sie gilt dann schon das Angebot von bis zu 100 Platzkarten in der Basilika unter allen Corona-Schutzvorgaben. Auch die Schlesier werden wieder kommen, die Portugiesenwallfahrt wird aber ausfallen, sagt Gerd Best. Man werde so umfangreich wie eben möglich den Kreuzwegplatz neben der Basilika nutzen, auch für Gottesdienste.

Das Motto der Wallfahrt 2021 lautet: „Atme in uns, Heiliger Geist!“. Ausgesucht wurde es von den Wallfahrtsorten NRW und Niedersachsen. Und auch das Wallfahrtsteam wird in der kommenden Saison bis November wohl manchmal tief durchatmen müssen, wenn es wieder neue Richtungsvorgaben in Sachen Corona geben wird. „Normal planen kann man das nicht“, sagt der Wallfahrtsleiter.

Anders sieht es mit dem laufenden Umbau des Klosters zum Wallfahrtszentrum aus. Der soll plangemäß zum Jahresende abgeschlossen sein. Der Termin für die Einweihung steht: Am 3. Advent wird dazu Erzbischof Hans-Josef Becker in Werl erwartet. Er habe seine Zusage gegeben, freut sich Gerd Best.

Im ehemaligen Kloster der Franziskaner soll es unter anderem Übernachtungsmöglichkeiten für rund 80 Pilger geben. Dabei betont der Wallfahrtsleiter, dass das keine Konkurrenz zu Hotelangeboten in Werl sei, die Zimmer einfachsten Standard haben. „Wir sprechen von einer Pilgerherberge“, sagt Pastor Best. Kleine Zimmer mit Sanitärbereichen also, zudem funktionale Räume, in die Matratzen gelegt werden können, um sie zur Schlafunterkunft umzufunktionieren. Zur Selbstversorgung der Wallfahrer wird es eine kleine Küche geben. Das Dachgeschoss wird komplett den Ursulinenschwestern vorbehalten sein, in einem bewusst abgetrennten Bereich samt Hauskapelle.

Der Eingangsbereich des Klosters wird offener gestaltet und leichter zugänglich gemacht. Außerdem ist ein barrierefreier WC-Bereich für die Kirchenbesucher und Wallfahrer vorgesehen. Wohnungen für zwei der drei Priester des fünfköpfigen Wallfahrtsteams werden im Kloster ebenso Platz finden wie das Dekanatsbüro (1. Obergeschoss) und ein Aufzug. Zudem gibt es im neuen Anbau samt Dachterrasse im Erdgeschoss zwei Zimmer für die Unterbringung von Obdachlosen.

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