850 Corona-Testungen

Ergebnisse vom Massenabstrich in der Justizvollzugsanstalt liegen vor

15 Helfer verschiedener Organisationen waren am Freitag in der JVA zur Unterstützung beim Massenabstrich.
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15 Helfer verschiedener Organisationen waren am Freitag in der JVA zur Unterstützung beim Massenabstrich.

850 Stäbchen und ein Ergebnis, das erstaunt: In der Justizvollzugsanstalt Werl hat am Freitag ein erneuter Massenabstrich stattgefunden. Und das Aufatmen ist groß: Alle Corona-Tests sind negativ.

Werl - Das Ergebnis habe für „große Erleichterung“ an der Belgischen Straße gesorgt, sagt JVA-Sprecherin Verona Voigt. Denn so war es nicht unbedingt erwartet worden.

Das Testergebnis hat Folgen: Nun können nach und nach die strengen Quarantänevorgaben in der Anstalt gelockert werden. Schon ab Samstag kann die Freistunden-Regelung wieder geändert werden, ist auch das Duschen mit mehrere Insassen zugleich möglich. Auch der Umschluss, der das Betreten anderer Zellen ermöglich, kann wieder durchgeführt werden. Insgesamt könne man die zuletzt streng abgeriegelte Anstalt nun nach und nach wieder hochfahren, sagt Verona Voigt. „Der Regelbetrieb wird sukzessive wieder aufgenommen.“

Das gilt auch für die Arbeitsbereiche. Die Insassen, die in der Hausarbeit tätig sind, werden von Samstag an die Arbeit wieder aufnehmen, Essenträger, Hofreiniger oder auch Badewarte kehren an ihre Jobs zurück. Ab Montag ist die Teeküchennutzung wieder erlaubt. Die anstaltseigenen Betriebe werden allerdings erst am 21. Juni wieder hochgefahren, dann ist auch der Bereich Freizeit/Sport wieder frei nutzbar.

JVA Werl: Ab 22. Juni wieder Besuche

Besuche sind ab dem 22. Juni wieder möglich - ein Aspekt, auf den die Insassen und Angehörige hin fiebern. Denn seit über zwei Wochen ist die JVA abgeriegelt nach den ersten Corona-Fällen. Zuletzt hatte sich die Zahl der Infizierten in der JVA auf 40 erhöht. Sie bleiben in der Quarantänestation im Haus 2; hier greifen natürlich keine Lockerungen.

16 der 850 Insassen aus Haft und Sicherungsverwahrung haben den Test am Freitag verweigert. Für diese Menschen verlängert sich die Quarantänezeit um eine Woche, um die anderen Insassen nicht zu gefährden.

JVA Werl: Weiterer Bediensteter positiv

Zudem teilt die JVA mit, dass zu der einen positiven Bediensteten, die sich bereits in Quarantäne befindet, am Freitag unabhängig vom Massentest ein weiterer positiv getesteter Bediensteter hinzukommt.

Die Testaktion habe nur so unkompliziert stattfinden können, „weil wir große Unterstützung von verschiedenen Hilfsorganisationen hatten“, sagt Voigt. DRK Werl, Ense und Soest, DLRG Soest und MHD Lippstadt waren mit insgesamt 15 Helfern vor Ort. Die JVA lobt auch die Bediensteten: „Sie haben in den letzten Tagen und Wochen enorm großen Einsatz und professionellen Umgang mit dieser außergewöhnlichen Situation gezeigt.“

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