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„Möchte niemanden ausgrenzen“: Werler Kaffeehaus schließt wegen 2G-Regel

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Von: Klaus Bunte, Maximilian Grun

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Das Kaffeehaus in Werl schließt wegen der 2G-Regel jetzt schon am Montag.
Das Kaffeehaus in Werl schließt wegen der 2G-Regel jetzt schon am Montag. © Matthias Bein/dpa

Erst zum Jahresende wollte Ute Eickelmann ihr Kaffeehaus in Werl schließen. Wegen der 2G-Regel schließt sie schon jetzt.

Werl - Das Kaffeehaus, das Ute Eickelmann erst im Dezember 2019 eröffnet hatte, muss in Werl am kommenden Montag wieder schließen.

Das teilt die Neheimerin am Freitagvormittag auf der Facebookseite ihres Cafés mit. Demzufolge bestehe nun am Freitag und Samstag die letzte Gelegenheit, bei ihr einzukehren.

Kaffeehaus Werl schließt wegen 2G: „Möchte niemanden ausgrenzen“

Als Grund führt sie die Einführung der 2G-Regel ab kommenden Montag an: „Da ich niemanden ausgrenzen und diskriminieren will, werde ich vorzeitig schließen. Es tut mir sehr leid, dass es so endet, aber ich sehe unter diesen Voraussetzungen keine Möglichkeit, weiterzumachen.“

Kaffeehaus Werl schließt wegen 2G: „Ich habe das so viel Herzblut reingesteckt“

Eigentlich wollte die Betreiberin das Weihnachtsgeschäft noch mitnehmen und zum Jahresende schließen. Erst im Oktober sagte sie: „Ich habe da so viel Herzblut rein gesteckt – aber es reicht nicht.“

Für Ute Eickelmann platzt damit ein Lebenstraum. Sie muss ihr mit so viel Hoffnungen gestartetes Café am Kälbermarkt wieder aufgeben – und zeigt sich tief enttäuscht. Zum Schluss kam alles Schlechte zusammen.

Seit Mai herrscht gähnende Leere. Erklären kann Ute Eickelmann sich das nicht: „Wo sind all die Menschen geblieben? Was geht in den Köpfen vor?“ Im Endeffekt habe sie in den zwei Jahren nur drei Monate „Normalzeit“ gehabt - und zwar zu Beginn.

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