Corona-Abstrichaktion

Blaulicht vor der Sekundarschule - und gespanntes Warten auf Ergebnisse - Weitere Klasse in Quarantäne

Wagen verschiedener Hilfsdienste stehen vor der Sekundarschule: Über 500 Corona-Tests werden hier am Dienstag genommen.
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Wagen verschiedener Hilfsdienste stehen vor der Sekundarschule: Über 500 Corona-Tests werden hier am Dienstag genommen.

[Update 11.20 Uhr] Jede Menge Wagen mit Blaulicht vor der Schule, jede Menge Helfer in blauen Schutzanzügen im Schulgebäude: An der Sälzer-Sekundarschule läuft eine große Abstrichaktion unter allen Schülern und Lehrern. Die bange Frage: Gibt es weitere Corona-Infizierte? Unterdessen ist eine weitere Klasse in Quarantäne geschickt worden.

Werl - Zwei positive Tests bei Schülern der Abschlussklasse, bei denen nach wie vor der Verdacht auf die als gefährlicher geltende Delta-Mutation des Virus besteht, hatten die Aktion am Dienstagmorgen aus Sicht des Kreisgesundheitsamts nötig gemacht. Zudem hatte es einen Positiv-Test bei einem Fünftklässler gegeben.

Kind aus einer sechsten Klasse infiziert

Hinzu kam ein positives Testergebnis im privaten Umfeld bei einem Kind aus einer sechsten Klasse. Noch am Wochenende wurden die Eltern informiert, dass die betreffende Klasse vorsorglich komplett in Quarantäne geschickt wird, sagt Schulleiterin Sandra Schenkel. Man hoffe, dass die Schüler der Klasse fünf und sechs nicht von der Delta-Mutation betroffen sind, sodass die Kinder ihrer Klassen bald wieder zum Unterricht kommen können.

Hilfsdienste wie das Rote Kreuz, die DLRG und die Malteser unterstützen das Kreisgesundheitsamt bei der Abstrichaktion in der Schule, bei der die Tester nach und nach durch die Klassen gehen. Im Foyer des Gebäudes 1 der Sekundarschule werden zudem Tische für die Aktion genutzt. Getestet werden alle Schüler der Jahrgangsstufe 5 bis 9, und zwar verpflichtend. Die Abschlussklassen befinden sich allesamt in Quarantäne, betroffen sind davon 123 Schüler.

Testaktion an der Sekundarschule Werl: Erste Ergebnisse am Dienstagabend

Wann mit ersten Ergebnissen der PCR-Tests zu rechnen ist, ist unklar. Alle rund 520 Tests von Schülern, Lehrern und auch Integrationskräften sollen noch heute ins Labor gebracht werden. Gegen Abend sollen die ersten Ergebnisse über QR-Codes abrufbar sein. Alle Schüler bekommen einen Zettel dafür mit. Die Schule wird am Mittwochmorgen informiert, ob es weitere Fälle gibt.

Schulleiterin Sandra Schenkel hofft, dass es nicht so ist. Mit Sorge und Anspannung warte man auf die Auswertungen. Aber sie sei auch froh, dass dann Klarheit herrscht, ob und wenn ja wie viele weitere Schüler der Sekundarschule betroffen sind.

Testaktion an der Sekundarschule Werl: Lob für Abstrich-Teams

Sehr gut vorbereitet sei die Test-Aktion gewesen. Von Klasse zu Klasse gingen die Tester vor; in den benachbarten Lernbüros neben den Klassen wurden die Abstriche vorgenommen, „nicht vor versammelter Mannschaft“. Dabei seien die Helfer „sehr sensibel und professionell“ vorgegangen, lobt die Schulleiterin. Den Schülern sei das Vorgehen genau erklärt worden. „Die Angst wurde ihnen genommen, sie haben super mit den Schülern gesprochen - das kann man nur loben.“ Aber auch die Schüler selbst hätten „toll mitgezogen“.

Für die Schulleitung, die Lehrer und die Schüler herrschte am Dienstag Ausnahmezustand. Die Aufregung ist rund um die Schulgebäude im Schulzentrum zu spüren. An der Schule war komplett Klassenlehrer-Unterricht angesetzt worden. damit die Schüler ihre vertraute Ansprechpersonen haben. Gegen 11.30 Uhr sollte die Testreihe abgeschlossen sein.

Aus den Zehnerklassen ist der Schulleitung bislang kein weitere Fall bekannt geworden. Den beiden Schülern, die sich infiziert hatten und bei denen der Verdacht auf die Delta-Mutation besteht, gehe es soweit gut; dem Vernehmen nach hatte die Infektion Grippesymptome zur Folge.

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