Neu bei der Stadt Werl:

Klimaschutzmanager Christopher Beyer hat sein Amt angetreten

Der 27-Jährige Christopher Beyer, Klimaschutzmanager bei der Stadt Werl
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Der 27-Jährige Christopher Beyer ist Klimaschutzmanager bei der Stadt Werl.

Seit zwei Wochen ist Christopher Beyer im Amt: Er ist der Klimaschutzmanager der Stadt Werl und der Abteilung Stadtplanung, Straßen und Umwelt im Rathaus unterstellt. 

Der 27-Jährige beendete in diesem Jahr sein Studium mit dem Abschluss Master of Science mit dem Schwerpunkt Stadt- und Landschaftsökologie an der Ruhr-Universität Bochum.

Seine Aufgaben bei der Werler Stadtverwaltung sind unter anderem die Umsetzung und Fortschreibung des Klimaschutz-Maßnahmenplans sowie die Umsetzung von energieeffizienten Maßnahmen und Projekten und deren Beurteilung und Verbesserung hinsichtlich der Klimaverträglichkeit. „Dass wir Herrn Beyer eingestellt haben, ist Teil des Maßnahmenpakets, das der Rat in Sachen Klimaschutz beschlossen hat“, erläutert sein Vorgesetzter Ludger Pöpsel. Die Stadt habe auch einen neuen Ausschuss geschaffen: „Am 4. November hat der Rat beschlossen, einen Umwelt- und Klimaausschuss einzurichten.“ Christopher Beyer hat sich „erst einmal den Maßnahmenkatalog vorgenommen“ und ist dabei, Prioritäten abzustecken.

Als erstes will er eine Hochwasser-Gefahrenkarte für Werl erstellen. „Hier sollen Stellen verzeichnet sein, die bei Starkregen geflutet werden könnten, etwa Senken und Unterführungen“, sagt Beyer. Die Stadtplanung müsse Überflutungsflächen schaffen, damit das Hochwasser abfließen kann. Außerdem will Beyer der Trockenheit vorbeugen. „Wir sollten Wassertanks bauen, die im Winter das Regenwasser speichern.“

Christopher Beyer will zudem etwas für die Radfahrer und damit fürs Klima tun: Zum einen sollen die Werler künftig am „Stadtradeln“ teilnehmen.“ Diese jährliche Kampagne des Klima-Bündnisses in Kooperation mit Ländern und Kommunen soll CO2 sparen helfen und den Radverkehr fördern. „Parallel dazu könnten wir eine Bürgerbeteiligunsplattform einrichten, auf der die Bürger zum Beispiel die Stellen markieren können, wo die Radwege schlecht sind oder wo sie Verbesserungsvorschläge machen können.“

Christopher Beyer will in Werl obendrein Foodsharing organisieren. Er plant „ein Netzwerk mit freiwilligen Helfern und Partnern zu organisieren.“ Feste Partner könnten etwa Bäckereien sein, die ihre überzähligen Backwaren zur Verfügung stellen. Hinzu kämen Spenden von Bürgern, die beispielsweise in Urlaub fahren und noch Lebensmittel übrig haben. „Diese Lebensmittel stehen anders als bei der Tafel jedem zur Verfügung und könnten an einem festen Ort ins Regal gestellt beziehungsweise dort abgeholt werden.“

Der Klimaschutzmanager prüft gerade, welche Förderprogramme den Klimaschutz durch Radverkehr fördern und was davon für Werl in Frage kommt.

Außerdem hat er einen Fördertopf für „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“ entdeckt und einen, der sich „Klimaresilienz in Kommunen“ nennt. „Der eine fördert größere Projekte gegen den Treibhauseffekt, der andere städtische Maßnahmen, den Klimawandel abzufedern.“ Beyer hofft, Gelder für Dach-, Fassaden- oder Schulhofbegrünungen locker machen zu können, die die sommerliche Hitze erträglicher machen würden.

Christopher Beyer ist interessiert am Austausch mit der Arbeitsgruppe Klimaschutz, die aus Vertretern der politischen Fraktionen und der Verwaltung besteht, mit engagierten Bürgern, die sich im Alltag für das Klima einsetzen und mit Gruppen wie dem Klimatreff Werl.

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