Auf Einladung der SPD

Dieser BVB-Promi kommt nach Werl

+
Reinhard Rauball und Hans-Joachim Watzke im Gespräch: Der BVB-Präsident kommt nach Werl.

Werl - Auf Einladung der Werler SPD besucht im Frühjahr ein BVB-Promi die Wallfahrtsstadt.

Beide sind vom Parteibuch her bei den „Roten“, aber das Fußballer-Herz schlägt schwarz-gelb: Die Liebe zu Borussia Dortmund vereint den Werler SPD-Chef Hans Jürgen Stache und den Präsidenten von Borussia Dortmund, Reinhard Rauball.  Dass Stache Rauball einst auf dem Fußball-Platz mal schlug, ist eine Anekdote. In der Gegenwart aber ist ihm wichtiger, den Fußballfunktionär für eine Veranstaltung in Werl gewonnen zu haben. 

Denn Rauball wird Gast sein beim Jahresempfang der SPD Werl am 15. März ab 10 Uhr im „Markt 20“. Stache hatte ihn eingeladen – und freut sich nun „wie Bolle“, dass der BVB-Präsident, der über Posten beim DFB und in der DFL auch über den Verein hinaus Einblicke in die deutsche Fußballwelt hat, zugesagt hat. „Damit hätte ich in den kühnsten Träumen nicht gerechnet“, sagt Stache. 

Der Werler SPD-Chef ist seit 14 Jahren als Volunteer beim BVB aktiv, hatte über dessen Finanzchef Thomas Treß die Kontakte geknüpft. Mittlerweile liegt die schriftliche Zusage Rauballs, der zwischenzeitlich kommissarischer Präsident des DFB war, vor. 

Ehrenamt ist Thema

Über das Ehrenamt am Beispiel Borussia Dortmund wird Rauball sprechen. Die SPD wird im Vorfeld Einladungen an Vereine und Wohlfahrtsverbände schicken, damit sie Vertreter schicken können. Es sind also nicht nur SPD-Mitglieder zugelassen; öffentlich wird die Veranstaltung aber auch nicht sein. Denn so viel Platz habe man nicht zur Verfügung, sagt Stache. 

Die SPD habe im Wahlkampfjahr bewusst ein allgemeineres Thema gewählt und wolle allen ehrenamtlich tätigen Bürgern der Stadt für ihren Einsatz danken. Dass es im Ehrenamt aber auch Probleme zum Beispiel durch Hürden der Finanzbehörden gibt und das Leben den Vereinen nicht immer leicht gemacht wird, soll beim Treffen mit anklingen. 

An sein erstes Aufeinandertreffen mit Rauball erinnert sich Stache noch heute: Eine Woche nach der Eröffnung des Heinrich-Buchgeister-Stadions in Werl spielte er mit den Alten Herren der Preußen gegen Eintracht Dortmund, wo Rauball kickte. „Wir haben gewonnen“, schmunzelt der SPD-Chef. 

Eine Woche Justziminister

Nun treffen beide erneut aufeinander, aber auf gemeinsamer politischer Seite. Am Tag zuvor werden beide dem BVB beim Revierderby gegen Schalke 04 die Daumen drücken. „Ich hoffe, dass er als Sieger kommt“, sagt Stache. Eine Niederlage im politischen Leben hatte Rauball einst einstecken müssen: Für nur eine Woche war er Anfang März 1999 mal Justizminister von Nordrhein-Westfalen unter Ministerpräsident Wolfgang Clement, musste dann aber zurücktreten. Beim BVB hingegen agiert er in der ersten Reihe: Rauball ist seit dem 14. November 2004 zum dritten Mal Präsident von Borussia Dortmund.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare