Familie hat nun sieben Kinder

Diese Werler Zwillinge haben einen ganz berühmten Paten

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Milo Liam und Mila Zoe (vorn links und rechts) sind die jüngsten Kinder der Familie Faulhaber. Bürgermeister Michael Grossman (hinten) übergab die Glückwünsche des Bundespräsidenten an Jan, Kay, Thomas, Carina und Levin Faulhaber (von links).

Werl – Milo Liam und Mila Zoe war alles egal. Eingemummelt schlummerten die beiden Hauptdarsteller in ihren Babyschalen. Dass sie als 6. und 7. Kind der Familie Faulhaber gerade im Bürgermeister-Büro einen prominenten Politiker als Ehrenpaten an die Seite gestellt bekamen, wird sie wohl erst in ein paar Jahren richtig interessieren.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Urkunde und eine Autogrammkarte persönlich unterschrieben für das Werler Zwillings-Pärchen, das jetzt mitsamt einigen Geschwistern sowie den Eltern Thomas und Carina Faulhaber den Antrittsbesuch im Rathaus machte. Wobei die beiden Jüngsten der Familie getragen werden mussten. 

Schließlich erblickten Milo und Mila erst am 21. Juli in Hamm das Licht der Welt – per Kaiserschnitt. Eine Minute trennen die beiden. Bürgermeister Michael Grossmann übergab die Urkunden stellvertretend.

Familienplanung ist nun abgeschlossen

Sieben Kinder hat die Familie nun – und die Familienplanung sei abgeschlossen, schmunzelt Mutter Carina Faulhaber. „Eigentlich wollte ich nur ein oder zwei“. Aber das Leben ging andere Wege. Der Kindersegen im Hause Faulhaber begann mit Jan (10), es folgten Fabian (9), Alessia (7), Kay (3) und Levin (1). Und dann noch Zwillinge – da sei der Schreck erst groß gewesen, räumt die Mutter ein. Nun müssen alle mit anpacken, auch die ältesten Kinder tun das gerne. Die müsse man eher etwas bremsen, sagt Vater Thomas. 

"Mir ist egal, was die Leute denken"

„Die spucken den Nucki gerne aus“, sagt der älteste Sohn Jan. Klar, dass er hilft, den Babys den Schnuller wiederzugeben. „Es ist schon eine große Herausforderung, wenn alle etwas wollen“, sagt die siebenfache Mutter. Sie kennt auch die herabwürdigenden Blicke von Menschen, wenn sei mit allen Kindern unterwegs ist. „Aber mir ist egal, was die Leute denken. Wer ein Problem damit hat, soll halt weggucken.“ 

Auch Vater Thomas kennt das „Getuschel“. Das gebe es aber auch, wenn er mit drei oder vier Kindern draußen ist. „Aber ich stehe zu meinen Kindern.“ Was früher normal war, ist heute für kinderreiche Familien problematisch. 

Das merken Faulhabers auch bei der Suche nach einem Mietshaus, da sie das alte wegen Eigenbedarfskündigung verlassen müssen. „So viele Kinder? Oh Gott!“ sei eine Reaktion. Und eine andere: „Bitte keine Kinder. Ein Hund, das wäre was anderes...“ Wer der Familie in der Frage helfen kann, wendet sich an Bürgermeister Grossmann, Telefon 8001002.

Darum ist der Bundespräsident Pate

Für das siebte Kind einer Familie übernimmt der Bundespräsident eine Ehrenpatenschaft als Unterstützung kinderreicher Familien. Die ist verbunden mit einer Urkunde und einem Scheck in Höhe von 500 Euro. Der Fall der Familie Faulhaber, die das Formular selber ausgefüllt hatte, ist außergewöhnlich: Da es sich um Zwillinge handelt, übernahm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Patenschaft für das Kind Nummer 6 gleich mit. Zudem gab es 1.000 Euro.

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