Nachruf

BG-Mitbegründer Peter Thomalla stirbt im Alter von 78 Jahren

fotocollage zum Tod von Peter Thomalla aus werl
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Peter Thomalla starb im Alter von 78 Jahren.

 Er war Mitbegründer der Werler Bürgergemeinschaft (BG), engagiert in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und Kirche, war ein gefragter Schiedsmann: Peter Thomalla ist am Dienstag im Alter von 78 Jahren nach langer Krankheit gestorben.

Werl - „Eine Seele von Mensch“ – so beschreibt sein politischer Weggefährte Siegbert May den Mann, der am 22. Juli 1942 in Namslau im heutigen Polen geboren wurde, der seit 1945 in Werl nicht einfach nur gerne zuhause war, sondern in der Stadt auch viel bewirkt hat.

Mit dem Architekten und pensionierten Regierungsbaubeamten habe man zusammenarbeiten können. 15 Jahre im Rat der Stadt Werl und diversen Ausschüssen zeichneten ihn aus. Vor allem zu Bauthemen aber auch in sozialen Angelegenheiten war die Geradlinigkeit und Erfahrung des späteren Ehrenvorsitzenden der BG geschätzt. „Wenn er sich eine Meinung gebildet hatte, war darauf Verlass“, so May. Für seine Stadt machte sich Peter Thomalla stark, setzte sich für die neue Lautsprecheranlage in der Stadthalle ebenso ein wie für eine Ostumgehung, den Denkmalschutz oder die Städtepartnerschaft mit Halle (Belgien).

Verlassen konnte sich nicht nur die BG auf ihn. Der Verstorbene machte sich auch im Ehrenamt auf verschiedenen Ebenen einen Namen: angefangen von der Mitarbeit im Museumsdienst und im Archiv des Neuen Heimat- und Geschichtsvereins, weiter über die Buchstützen, das Waldlabor und auch bei den Schützen machte er mit. Und nicht zu vergessen die KAB St. Peter, wo Peter Thomalla 28 Jahre Verantwortung auch im Vorstand getragen hatte.

So war es auch in seiner Position als Schiedsmann: Thomalla wurde im Mai 2005 vom Rat erstmals als Vermittler für den Schiedsamtsbezirk I gewählt, eine Wiederwahl erfolgte im September 2011.

Ein vielseitiger Mann, der Peter Thomalla, egal ob auf politischer, kirchlicher oder sozialer Ebene. Das hat ihm große Anerkennung eingebracht. Und selbst schwere Erkrankungen und private Schicksalsschläge haben ihn nie von seinem Engagement abgehalten, sagt man von ihm: „Er hat weitergemacht, der tapfere Kerl“. Der zweifache Witwer hinterlässt drei leibliche Töchter und drei Enkeltöchter – und Lücken an vielen Stellen in der Stadt.

Die Stadt, in der er so gerne gelebt, hat ihm für seine zahlreichen Verdienste schon vor geraumer Zeit gedankt – mit der Verleihung der Ehrennadel.

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