Vierfacher Betrug: Werler muss sich vor Gericht verantworten

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Ein 43-jähriger Angeklagter nahm jetzt vor dem Amtsgericht Werl Stellung zu den Taten, die ihm vorgeworfen wurden. Vierfachen Betrug hielt ihm die Vertreterin der Staatsanwaltschaft vor.

Werl - Am 23. Juni 2106 soll er bei einem Versandunternehmen Kleidung im Wert von 95,17 Euro bestellt haben sowie am 29. Juni 2016 im Wert von 77,96 Euro. Zudem soll er im gleichen Zeitraum bei einem Versandhändler Waren im Wert von 76,91 Euro bestellt und am 16. Mai 2017 bei einem anderen ein iPhone 7 im Wert von 729 Euro angefordert haben.

Im letzteren Fall hatte er eine Anzahlung von 150 Euro geleistet. Sämtliche Waren ließ er an die Anschrift einer Frau in Werl liefern. „Das stimmt alles so, wie es in der Anklage steht“, erklärte der Angeklagte. Die Warensendung habe er dann vor dem Haus der Lieferanschrift abgefangen. „Warum haben Sie das denn getan?“, wollte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft wissen.

„Ich war damals aus der Reha gekommen, hatte kein Geld und nichts anzuziehen. Da bin ich auf die Idee gekommen“, so der Mann. Der Angeklagte ist seit 2000 bereits elfmal strafrechtlich in Erscheinung getreten. Fast immer wegen Betruges. Bis 2016 verbüßte er eine längere Haftstrafe wegen dieses Delikts. „Soweit es die Kleidung anbelangt, kann ich ihre Argumentation ja vielleicht noch nachvollziehen, aber die Sache mit dem iPhone ist ein anderer Fall“, so die Vertreterin der Staatsanwaltschaft.

Sie beantragte eine Geldstrafe von insgesamt 100 Tagessätzen zu je 50 Euro. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass der Angeklagte zwischenzeitlich wieder eine Arbeit gefunden hat und ihm rund 1800 Euro netto im Monat zur Verfügung stehen. Die Richterin schloss sich in ihrem Urteil dem Strafantrag der Vertreterin der Staatsanwaltschaft an. „Ich honoriere damit, das sie voll geständig sind“, erklärte sie.

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