Kanal Movie Check

Youtuber aus Werl für Internet-Preis nominiert

Benedict Kölsche aus Werl spricht auf seinem Youtube-Kanal „Movie Check“ über Filme. Bestätigung für seine Arbeit erhält Kölsche jetzt auch von den Organisatoren des „Youlius-Awards“.
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Benedict Kölsche aus Werl spricht auf seinem Youtube-Kanal „Movie Check“ über Filme. Bestätigung für seine Arbeit erhält Kölsche jetzt auch von den Organisatoren des „Youlius-Awards“.

Kommt ein neuer Film in die Kinos, ist Benedict Kölsche nicht weit. Der Filmfan hat einen eigenen Youtube-Kanal, auf dem es ausschließlich um Blockbuster geht. Jetzt ist er damit für einen Internet-Award nominiert.

Werl – Filme sind seine große Leidenschaft. Unzählige Streifen hat Benedict Kölsche mit seinen 30 Jahren schon gesehen und die Faszination hat ihn noch immer nicht losgelassen. „In Filmen werden sehr viele gesellschaftliche Themen behandelt“, findet das der gebürtige Werler spannend. „Und mir geht es um mehr als mich davon einfach nur berieseln zu lassen. Ich möchte auch einen Mehrwert aus einem Film ziehen.“

Aus diesem Grund hat Kölsche im Jahr 2013 einen Youtube-Kanal gegründet, er will sich schließlich mit Gleichgesinnten austauschen. „Movie Check“ erfüllt genau diesen Zweck. Entstanden ist die Idee dazu während seines Medizin-Studiums in Göttingen als er mit mehreren Freunden eine Art Filmklub hatte, in der rege über verschiedene Streifen debattiert wurde.

Mindestens zwei Kritiken pro Woche

„Ich bin ein streitbarer Mensch, der Diskussionen anregen will“, erzählt Kölsche. „Es macht mir unheimlich Spaß, meine Gedanken über Filme mit anderen zu teilen und dafür deren Ansichten kennenzulernen.“ Und dieses Konzept kommt an im Netz. Fünf Jahre lang hat Kölsche seinen Kanal nur „inkonsequent“ mit Material gefüllt, seit zwei Jahren lädt er aber regelmäßig Kritiken, Reviews, Trailer und Reaction-Videos hoch, was ihm mittlerweile 1522 Abonnenten auf Youtube eingebracht hat. „Mindestens zwei Kritiken mache ich pro Woche“ sagt Kölsche.

Damit hat er sich eine Community aufbauen können und verfügt somit über eine gewisse Stammzuschauerschaft. Die schätzt besonders Kölsches offene und natürliche Art, mit der er in seinen Videos auftritt. „Ich versuche, mich nicht zu verstellen. Vor der Kamera bin ich genauso wie sonst auch“, erklärt der gebürtige Werler.

Nominierung als Bestätigung

Bestätigung für seine Arbeit erhält Kölsche jetzt auch von den Organisatoren des „Youlius-Awards“. Der wird jedes Jahr in mehreren Kategorien an Youtube-Kanäle vergeben, die weniger als 10 000 Abonnenten haben. „Movie Check“ ist für 2021 nun bereits zum zweiten Mal in der Kategorie „News, Reviews und Kommentare“ nominiert. Gewinnen konnte Kölsch 2020 beim ersten Mal jedoch nicht.

Ob es jetzt reicht, erfährt er bei der digitalen Verleihung am 30. Januar, auch wenn der Sieg nicht das Wichtigste für ihn ist, denn aus unzähligen Bewerbern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz schaffen es nur sehr wenige, überhaupt auf der Liste aufzutauchen.

Hoher Zeitaufwand neben Familie und Beruf

„Daher ist allein schon die Nominierung eine riesige Ehre“, meint Kölsch bescheiden. Und dass sein Kanal auf der Liste steht, hat sich Kölsche durch sehr viel Zeitaufwand redlich verdient. Wenn neue Filme in die Kinos kommen, macht er sich – wenn es Job und Familie zulassen – auf den Weg zu den offiziellen Pressevorstellungen in Hamburg, Berlin, Köln oder München. „Ich habe mittlerweile ganz gute Kontakte zu fast allen Film-Studios“, berichtet Kölsche, der zum Beispiel im Einladungsverteiler von Walt Disney ist. In Corona-Zeiten waren die Filmpremieren allerdings rar gesät.

Ohnehin lässt Kölsches Job solche Unternehmungen nicht immer zu. Der gebürtige Werler wohnt aktuell in Münster, wo er als Assistenzarzt und auch freiwillig auf der Corona-Station arbeitet. Auch mit seiner einjährigen Tochter will er Zeit verbringen.

Bald soll es mit der Familie aber wieder zurück nach Werl gehen – zurück zu den Wurzeln also, wo seine Filmleidenschaft ihren Ursprung hat.

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