Baugebiet Schlesienstraße

Kreis hat nichts gegen umstrittene Anbindung in Büderich - aber...

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Seit Jahren fertig: die Einmündung zur Anbindung des Wohngebiets an die K18 n

Büderich - Der Kreis Soest hat nichts gegen die heftig umstrittene Anbindung des Baugebiets Schlesienstraße an die Umgehungsstraße K 18 n. Aber: Der von den Befürwortern favorisierte Wirtschaftsweg „Im Felde“ sei dazu nicht gut geeignet. „Wir haben doch damals extra eine mögliche Anschlussstelle etwas weiter westlich gebaut.“

Das sagt Thomas Schäckel, Leiter der Abteilung Straßenwesen beim Kreis Soest, auf Anzeiger-Anfrage.

Klar sei, dass die Entwässerungssysteme entlang der K 18 n eine Anschlussstelle „Im Felde“ zwar nicht ausschließen, hierfür aber kostenträchtige Umbauarbeiten her müssten. Denn die Entwässerung liegt an dieser Stelle nicht so tief wie rund 100 Meter weiter westlich, wo der Kreis eine bereits vorbereitete Einmündung liegen hat.

"Machbar, kostet aber"

Also müsste alles aufgenommen werden und neue Schachtbauwerke her, um die Entwässerung tiefer zu legen. „Das ist machbar, kostet aber“, sagt Thomas Schäckel. Zudem, so der Abteilungsleiter, müsste der Wirtschaftsweg „Im Felde“ komplett neu gemacht werden, weil er zu schmal und der Untergrund völlig unzureichend ist. Komme dann noch teerhaltiges Material aus dem alten Weg hinzu, werde es richtig teuer.

Allerdings sei die Erneuerung einer solchen Straße durchaus für einen niedrigen sechsstelligen Euro-Bereich zu haben. Eine solche Verbindungsstraße müsste von der Stadt geplant und gebaut werden – wenn es denn dazu kommt.

Verwaltung gegen Verbindung

Denn bislang steht die Verwaltung auf dem Standpunkt, die Verbindung nicht zu bauen und auch den Verkehr der künftigen 30 neuen Häuser über die Schlesienstraße abzuführen – was zu heftigen Protesten von Anliegern und Unterschriftensammlungen geführt hat.

Sie fordern die Anbindung des gesamten Baugebiets im Büdericher Osten an die K 18n, um die Schlesienstraße und die Straße „Im Feldrain“ zu entlasten. Was Schäckel in der Debatte erstaunt: „Uns hat bislang niemand dazu befragt.“ Von der Stadt Werl habe es keine offizielle Anfrage gegeben.

Grunderwarb wäre nötig

Grundsätzlich habe der Kreis nichts gegen die Anbindung. Aus Sicht des Kreises mache sie aber als Straßenneubau in gerader Verlängerung der Schlesienstraße über das Ackerland Sinn, mündend in der damals bereits angelegten Anschlussstelle. Dazu allerdings wäre Grunderwerb nötig. Der nahe Wirtschaftsweg „Im Felde“ könnte unangetastet bleiben und so auch künftig von Radlern und Fußgängern zur Naherholung genutzt werden.

Bürgerinformation in Büderich:

In der Büdericher Kuniberthalle soll die Bürgerinformation der Initiative zum Anschluss des Baugebiets Schlesienstraße an die K 18 n stattfinden. Dort sei ausreichend Platz für alle Interessierten. Die Versammlung ist geplant am Donnerstag, 28. März, Beginn ist um 19 Uhr. Wichtig sei den Anliegern, die die Anbindung an die Umgehungsstraße fordern, den Prozess weiter zu begleiten. In Büderich gibt es Befürworter und Gegner des Straßenanschlusses, die jeweils Unterschriften gesammelt haben – wobei die Befürworter deutlich mehr Namen in ihren Listen stehen haben.

Die Pläne zum Baugebiet an der Schlesienstraße, in dem rund 30 weitere Häuser gebaut werden sollen, liegen ab Montag, 11. März, im Rathaus aus, und zwar bis zum 12. April. Dazu können Bürger Stellung beziehen – auch zur Verkehrsführung.

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