Straßen-NRW will nachbessern

Problem mit Ampelanlagen: Baustelle auf B63 führt zu langen Staus

Ein Auto wartet an der Einmündung Iwering: Auf der B63 kommt es wegen der Baustelle zurzeit immer wieder zu langen Staus.
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Ein Auto wartet an der Einmündung Iwering: Auf der B63 kommt es wegen der Baustelle zurzeit immer wieder zu langen Staus.

Eine Ampel soll den Verkehrsfluss regeln, doch von Fluss kann auf der B 63 zwischen Werl und Hamm zurzeit kaum die Rede sein. Viele Verkehrsteilnehmer sehen deshalb Rot. Auch Dirk Valerius, geschäftsführender Gesellschafter der Spedition Werneke ärgert sich über die aktuelle Verkehrsführung. Straßen-NRW verspricht: „Wir arbeiten daran.“

Werl - Dass die Baustelle zu Verzögerungen führen wird, war Dirk Valerius im Vorfeld klar. Doch seit dem die Baustellen-Ampel den Verkehr an der Einmündung Iwering steuert, staue sich der Verkehr von Hamm bis nach Werl auf über sechs Kilometern. „Es ist ein Unding, wie dort die Verkehrsführung eingerichtet worden ist“, ärgert sich der Spediteur.

Das Problem: Für den Verkehr, der vom Iwering kommt, stoppt die Ampel immer wieder Autos und Lastwagen auf der Bundesstraße. Hinzu kommt der Rückstau von der Ampel an der A 445-Auffahrt.

Der dadurch entstehende Stau bedeute bis zu einer Stunde Zeitverlust für die Lastwagen von Werneke. Bei 20 bis 30 Lastzügen, die im Schnitt täglich zwischen Kunden in Hamm und Lagern in Werl pendeln, summiere sich das. Das koste auf der Strecke bis zu 60 Prozent der normalen Produktivität, rechnet die Spedition vor. „Das ist doch kein Zustand. Wenn das bis Dezember dauert, kann ich meinen Laden besser zu machen“, sagt Valerius.

Hoffnung auf Besserung

Doch Straßen-NRW-Sprecherin Christiane Knippschild machte auf Anfrage Hoffnung auf baldige Besserung. Dass die derzeitige Ampel-Lösung Probleme bereite, sei bekannt. In Absprache mit der Stadt und den Baufirmen werde gerade an einer Alternative gearbeitet, die möglichst schnell umgesetzt werden soll.

Arbeiten auch am Wochenende und in der Nacht

Es allen Beteiligten Recht zu machen, ist bei einer Baustelle dieser Größenordnung wohl kaum möglich. So verlegt Straßen-NRW Teile der Arbeiten eigens auf zwei Wochenenden und in die Nachtstunden, um den Verkehr möglichst wenig zu stören. Aufgrund der notwendigen Nachtarbeit könne es aber zu Lärmbelästigungen für die angrenzenden Anwohner kommen, teilt der Landesbetrieb mit. Vom 11. bis 13. Juni und vom 18. bis 20. Juni werden Fahrbahnschäden im Verlauf der B63 in Hilbeck saniert. Hierfür ist in Höhe des Parkplatzes Hilbecker Hof eine halbseitige Sperrung der Bundesstraße jeweils von Freitag 18 Uhr bis Sonntag 23 Uhr erforderlich. Die Verkehrsregelung im Baustellenbereich erfolgt laut Straßen-NRW mittels einer Ampel.

Mitte Mai haben die Arbeiten zur B63-Sanierung auf einer Gesamtlänge von rund 1,8 Kilometern zwischen der Einmündung Michaelstraße in Werl und der Kreuzung K38 (Höhenweg/Allener Straße) begonnen. Während der Bauzeit wird eine zweispurige Verkehrsführung aufrechterhalten. Die Fertigstellung ist für Dezember geplant. Insgesamt belaufen sich die Baukosten auf rund 1,95 Millionen Euro.

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