Bauarbeiten im Zeitplan

Neues Amtsgericht in Werl zum Jahresende fertig

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Der Rohbau des neuen Amtsgerichts an der Soester Straße ist fertig, der Umzug zum Ende des Jahres vorgesehen.

Werl - Zu Weihnachten ins neue Heim? Die jahrelange „Herbergssuche“ könnte rund um das Fest für die Beschäftigten des Amtsgerichts zum Abschluss kommen. Denn dann soll der Neubau übergeben werden. Die Arbeiten sind im Zeitplan.

Das sagt der Direktor des Amtsgerichts Werl, Hans-Joachim Berg, auf Anzeiger-Anfrage. Der Rohbau an der Soester Straße ist bereits fertig; das Verklinkern hat begonnen, und zwar zunächst an der nördlichen Seite zum Wohngebiet „Union“ hin. 

Im Bereich des künftigen Sitzungssaals und des „Allgemeinen Sozialen Dienstes“ (ASD) sind die Arbeiten schon fertig. Die Klinkerarbeiten werden bestimmt den April, vielleicht auch noch Teile des Mais in Anspruch nehmen. Parallel dazu beginnt der Einbau der Fenster: „Wir hoffen, dass das im Mai erledigt ist“, sagt Berg. 

Innenarbeiten 

Im Innenraum des neuen Amtsgerichts finden unterdessen vorbereitende Arbeiten für die Leitungsverlegungen statt. Wenn der Bau durch die Fenster abgedichtet ist, geht es an die Trockenarbeiten. „Und die werden umfangreich“, sagt der Amtsgerichtsdirektor. Denn in dem lang gezogenen Bau gibt es nur eine lange gegossene Flurwand. Alle anderen Wände, auch für die Büros, werden im Trockenbau errichtet. Das wird eine längere Zeit in Anspruch nehmen. Danach werden sich die Elektriker an die Arbeit machen.

So wird das neue Amtsgericht aussehen

Es gebe nach einer Baubesprechung die Zusage, dass die Justiz das Gebäude im Dezember übernehmen kann, Den genauen Tag werde man erst drei Monate vorher bekommen. Da durch den Winter bislang nur ein Zeitverzug von rund zwei Wochen entstanden sei („Wir hatten mehr befürchtet“) und man nicht von einem neuerlichen Wintereinbruch ausgeht („Wir leben hier ja nicht in Winterberg“), könne der Zeitplan wohl eingehalten werden, sagt Berg.

Allerdings muss dann auch noch die Möblierung durch die Justizbehörden erfolgen und letztlich der Umzug der Mitarbeiter aus der Innenstadt an den Stadtrand. Ob es dann schon Anfang 2020 ist oder die Arbeit doch schon vor Silvester aufgenommen werden kann, kann Hans-Joachim Berg noch nicht absehen. „Aber das ist ja auch nicht wirklich entscheidend.“ 

Altbau-Zukunft offen 

Bleibt die Frage, was mit dem Altbau im Herzen der Stadt passiert. Das Gebäude gehört dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes Nordrhein-Westfalen. Und der BLB ist auch für die Weitervermarktung zuständig. Zu den Überlegungen kann Berg daher nichts sagen. Klar ist aber, dass die Stadt Werl ein massives Interesse daran haben wird, dass das alte Amtsgerichts-Gebäude nicht leer steht.

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