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Bahnübergang „einfach dicht gemacht“: Nichts geht mehr an den Gleisen

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Von: Gerald Bus

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Wo sonst Züge und Autos fahren, arbeiten die ganze Nacht durch Mensch und Maschine. Die Hammer Straße ist dicht.
Wo sonst Züge und Autos fahren, arbeiten die ganze Nacht durch Mensch und Maschine. Die Hammer Straße ist dicht. © Bus

Werl ist am Samstag von einer Vollsperrung des Bahnübergangs an der Hammer Straße überrascht worden. Da Schwellen gebrochen waren, mussten sie ausgetauscht werden. Noch bis zum Sonntagmorgen wird es zu erheblichen Behinderungen kommen.

Werl - Allerdings wusste offenbar kaum jemand etwas von der Baumaßnahme. „Die haben das hier einfach dicht gemacht“, schildert ein Anwohner am späten Samstagabend. Nun sei es laut und hell; er fürchte um seine Nachtruhe.

Am Samstagmittag rückten die Bautrupps an und schlossen den Bahnübergang; auch Zugverkehr war von da an offenbar nicht mehr möglich. Laut Bahn-Mitarbeitern wurden zunächst die Hartgummi-Matten entfernt, über die sonst die Autos rollen. Dann seien defekte Bahnschwellen herausgenommen und durch neue ersetzt worden.

Gegen Mitternacht wurden bereits wieder Steine zwischen die Schwellen gefüllt. Danach soll gestopft werden, bevor die Hartgummimatten wieder aufgelegt werden und der Verkehr wieder fließen kann. Man hoffe, am frühen Sonntagmorgen gegen 6 Uhr mit den Arbeiten soweit durch zu sein. „Hier wird die ganze Nacht gearbeitet“, sagt ein Mitarbeiter der Bahn. In der Tat könne es dadurch in der nahen Umgebung etwas lauter werden.

Bereits am Ortseingangsschild Höhe Hotel Maifeld wurden Autofahrer auf die spätere Sperrung aufmerksam gemacht, eine Umleitung war eingerichtet. Ab der Kreuzung Salinenring war die Hammer Straße komplett gesperrt. Die Hammer Straße ist eine der Haupteinfallstraßen in Werl. Einige Autofahrer versuchten dennoch die Durchfahrt, mussten aber vor der Bahnlinie wenden, da kein Durchkommen war - oder den Weg über das angrenzende Tankstellengelände nehmen.

Schon in der Vergangenheit hatte es häufiger Baumaßnehmen an Gleisen oder Schrankenanlagen gegeben, ohne dass die Bahn im Vorfeld darüber informiert hat. „Wenn das so ist, ist das natürlich blöd“, sagte ein Bahn-Mitarbeiter. „Eigentlich darf das ja nicht sein...“

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