Politiker regen an

Bahnhof für diesen Werler Ortsteil

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Die Werler SPD überrascht mit einem Zu(g)geständnis für den Ortsteil Büderich: Die Partei regt an, über einen eigenen Bahnhof für Werls größten Ortsteil nachzudenken.

Werl - „Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann wäre das für Büderich ein eigener Bahnhof“, sagt Hendrik Weber, der sich für die SPD in Büderich um das Amt des Ortsvorstehers bewirbt. Denn dass der Zug künftig in Büderich halte, wäre „gut und sinnvoll“, sagt der SPD-Kandidat.

Ein Idee, der auch andere führende Werler Sozialdemokraten etwas abgewinnen können. „Büderich ist Werls größter Ortsteil, das darf man nicht vergessen“, sagt Fraktionsvorsitzender Meinhard Esser, der sich erneut um das Amt des Bürgermeisters bewirbt.

Neue Impulse

Man brauche gerade angesichts der anhaltenden Klimaschutzdiskussionen neue Impulse für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). „Wir können nicht immer sagen, dass alles so bleiben soll, wie es ist.“ Vielmehr sei ein Umdenken nötig, dabei könne die Politik Hilfestellungen liefern. Die Nutzung des Zugs könne manche Autofahrt verhindern.

Ein Eindruck, den auch Hendrik Weber teilt. In Büderich weisen zahlreiche Dortmunder Autokennzeichen darauf hin, dass Menschen aus dem Ruhrgebiet mit dem Auto zur Arbeit pendeln. Zugleich fahre mancher Bürger morgens in die Westfalenmetropole, er selber auch.

Es konnten noch mehr werden, wenn das neue Baugebiet an der Schlesienstraße fertig ist. Die Vermarktung der Grundstücke, die wegen eines Preisnachlasses besonders für junge Familien attraktiv sein dürften, hat gerade begonnen.

Viele Pendler unterwegs

Wenn man einen „Park&Ride“-Parkplatz im Bereich der Budberger Straße baue und eine Haltestation im Bereich anlege, wo die Budberger Straße die Bahnlinie kreuzt, könne man womöglich viele Menschen zur Nutzung der Bahn bewegen. So weit entfernt von der Wohnbebauung liege die Bahnstrecke von Dortmund nach Soest schließlich nicht. Hier verkehrt die Eurobahn mit der RB 59 im Halbstundentakt.

Auch Werls SPD-Vorsitzenden Hans Jürgen Stache kann der Idee eines Büdericher Bahnhofs etwas abgewinnen. „Damit könnte man die Strecke attraktiver machen.“ Westönnen habe schließlich auch eine eigene Haltestelle, und Orte wie Hemmerde oder Lünern auf Unnaer Gebiet, die über eine eigenen Zuganbindung verfügen, seien schließlich ebenso wie Westönnen kleiner als Büderich mit seinen 3000 Einwohnern.

Außerdem, so die SPD, könne ein Büdericher Bahnhof auch für Menschen aus Holtum und Budberg sowie aus Hilbeck interessant sein. Zumindest, sagt Meinhard Esser, sollte man sich mit dem Gedankenspiel auseinandersetzen. „Und ob das überhaupt machbar wäre, müssen wir dann sehen.“ Zunächst will die SPD nun die ersten Weichen stellen.

Was halten Sie von der Idee der SPD, sich für einen Bahnhof in Büderich stark zu machen? Schreiben Sie uns eine Mail! 

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