Polizei ermittelt weiter

Schwerer Unfall auf B 63 gibt weiter Rätsel auf

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Schwer verletzt wurde bei diesem Unfall eine Frau aus Hilbeck.

Werl/Hamm - Auch fast zwei Monate nach einem folgenschweren und teilweise mysteriösen Unfall auf der Bundesstraße 63 ist dessen Ursache weiter ungeklärt. Es gebe verschiedene Ermittlungsansätze, aber noch keine abschließende Bewertung, hieß es in der Pressestelle der Polizei Hamm.

Der Unfall ereignete sich am 27. November 2016 gegen 8.50 Uhr unweit der Werler Stadtgrenze auf Hammer Gebiet – und er gibt bis heute Rätsel auf, weil ein 21-jähriger Pkw-Fahrer aus Ibbenbüren in den Gegenverkehr geraten und frontal mit dem VW einer 56-jährigen Autofahrerin aus Hilbeck zusammen gestoßen war. Die Frau war bei dem Unfall schwerst verletzt und mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik in Bochum geflogen worden; sie leidet unverändert unter den Folgen. 

Klar ist: Der 21-Jährige war mit dem Wagen der Hilbeckerin kollidiert. Aber der Mann soll zuvor bereits in den Gegenverkehr geraten, möglicherweise dort – auf der an einem Sonntagmorgen nicht sehr belebten Straße – sogar länger unterwegs gewesen sein. In diese Richtung ermittelt die Polizei zurzeit. Ein Handy, das im Fahrzeuginneren des Mannes gefunden wurde, habe bei den Ermittlungen nicht weitergeholfen, heißt es in der Pressestelle. 

Ermittelt gegen den Unfallverursacher wird aktuell wegen Körperverletzung und Gefährdung des Straßenverkehrs. Ob diese Vorwürfe erweitert werden, möglicherweise wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt werden muss, werden die weiteren Recherchen zeigen. 

"Das war kein Zufall" 

Einen wichtigen Zeugen gibt es: Ein 51-jähriger Autofahrer aus Dorsten hatte ausgesagt, besagter Pkw sei ihm entgegen gekommen, der Fahrer habe mit einem Mal Vollgas gegeben und sei ruckartig in den Gegenverkehr gewechselt. Dann sei er direkt auf seinen Mitsubishi zugerast. „Es ging alles ganz schnell“, gab der Mann zu Protokoll. 

Nur eine Vollbremsung habe einen Frontalzusammenstoß verhindert. „Das war kein Zufall“, lautet der Vorwurf. Unverändert ist eines für die Ermittler klar: Hinweise auf eine suizidale Absicht gibt es nicht.

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