Im Stadtwald droht weiter Lebensgefahr

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Die Aufbereitung der Sturmschäden wird sich noch bis zum Herbst hinziehen.

Werl - Die Warnung ist sehr ernst gemeint. „Bis wir im Stadtwald alle Folgen des Orkans Friederike beseitigt haben, wird es ganz sicher Herbst“, sagt Franz Josef Büker, seines Zeichens Chef des städtischen Kommunalbetriebes.

Und weil das so ist, warnt Büker unverändert vor dem Verlassen der ausgewiesenen Wege im Werler Stadtwald, weil dort immer noch die Gefahr besteht, dass lose Äste plötzlich dem Gesetz der Fliehkraft folgen und zu Boden stürzen. Das kann dann lebensgefährlich werden. Das für Werl zuständige Regionalforstamt Soest-Sauerland konkretisiert die Warnhinweise, nachzulesen auch auf der Internetseite der Stadt Werl unter „Aktuelles“.

Danach seien vorrangig bisher die Bereiche an Straßen und Wegen mit starkem Besucherverkehr abgearbeitet worden. „In den Waldbeständen und an Wegen, die weniger stark besucht werden, befinden sich immer noch akute Gefahrenpotenziale wie angeschobene Bäume, Kronen-Astbrüche, aufgestellte Wurzelteller und unter starker Spannung stehendes und liegendes Holz“, heißt es in dem Beitrag.

Alles zum Orkan Friederike

Die Fachleute wissen nur zu gut, dass „für Laien das Risiko, das immer noch besteht, kaum erkennbar ist“. Auch und gerade in Bereichen, in denen das Holz aufgearbeitet wird, gilt ohnehin absolutes Betretungsverbot. „Aufgestellte Sperrschilder und Absperrungen mit Flatterband sind unbedingt zu beachten“, mahnen Franz Josef Büker und die Forstbehörde.

Wie bedrohlich die Lage in Teilen des Werler Stadtwaldes immer noch ist, hatte der KBW jüngst auch im Betriebsausschuss verdeutlicht (wie berichtet). Zur Erinnerung: Die Schäden, die der Sturm Friederike Mitte Januar im Raum Werl angerichtet hatte, waren schlimmer als die Folgen des legendären Orkans Kyrill vor mehr als zehn Jahren.

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