Kritik an Planung der Stadt

Anwohner fordern neue Straße für neues Baugebiet

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Rund 70 Teilnehmer kamen zur Bürgerversammlung ins Werler Rathaus.

Werl – Ihre Argumente waren verschieden, doch in ihrem Ziel waren sich fast alle Anwohner, die sich bei der Bürgerversammlung im Ratssaal an der Diskussion beteiligten, einig: Das neue Baugebiet Werl-Süd-II soll über eine neue Straße und nicht allein über die Beethovenstraße erschlossen werden.

Rund 70 Zuhörer, darunter auch einige der Ratsmitglieder, die letztlich über den Fortgang der Planung zu entscheiden haben, verfolgten am Montagabend zunächst die Ausführungen der Verwaltung. Stadtplaner Ludger Pöpsel und seine Mitarbeiterin Kristin Reinck stellten dar, warum sie die Beethovenstraße für leistungsfähig genug halten, die 30 neuen Grundstücke anzubinden. 

Doch bei den Anwohnern des Musikerviertels, des Waltringer Wegs und der östlich angrenzenden Siedlung stießen sie damit auf wenig Verständnis. Die Perspektive, dass erst für kommenden Erweiterungen des Baugebietes eine Anbindung an die Wickeder Straße angedacht ist, reichte ihnen nicht. Sie forderten eine solche Erschließung auch schon für den nun geplanten Abschnitt. 

Lärm, Verkehr, drohende Kosten

Von einem bereits jetzt kaum auszuhaltenden Lärm am Waltringer Weg war in den Wortbeiträgen die Rede, von der Gefährdung von Kindern und Senioren durch den zunehmenden Verkehr und von Straßenschäden, für die die Anlieger aufkommen müssten. Einer der Anwohner stellte die gesamte Planung in Frage, weil seiner Auffassung nach in der Nacht Lärmschutz-Grenzwerte überschritten würden. Die Verwaltung versprach, die Einwände zu prüfen. 

Liste mit rund 200 Unterschriften

Nach der zweistündigen, durchaus emotionalen aber nicht unsachlich geführten Diskussion übergaben zwei Anwohnerinnen eine Liste an den Bürgermeister, deren rund 200 Unterzeichner ihren Unmut über die bestehende Planung zum Ausdruck bringen wollten.

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