Anklage lautet versuchter Mord und Menschenhandel

WERL ▪ Die Anklage ist erhoben, die Verhandlungstermine stehen fest: Versuchter Mord, Menschenhandel und mehr stehen auf der Anklageschrift gegen den Werler, der im vergangenen Jahr eine junge Rumänin „gekauft“, zur Prostitution gezwungen und versucht hat, die damals 19-Jährige zu vergiften.

Die Große Strafkammer als Schwurgericht am Landgericht Arnsberg wird sich ab April mit dem Fall beschäftigen. Bislang nicht bekannt war, dass die Frau zwischenzeitlich polizeilich vernommen und an einem „geheimen Ort“ untergebracht worden war. Dort soll der Angeklagte sie aufgespürt und wieder in seine Wohnung in Werl gebracht haben. Wenige Tage später soll er ihr gewaltsam flüssiges Methadon eingeflößt haben, um sie zu töten.

Angefangen hat die Tortur für die junge Frau aus Rumänien im August des vergangenen Jahres. Dem 1988 in Werl geborenen Angeklagten wird vorgeworfen, die 19-jährige Zeugin für einen Betrag von 10 000 Euro von einem gesondert verfolgten Beschuldigten und dessen unbekanntem Mittäter „erworben“ zu haben. In der Folge soll der Angeklagte die Zeugin durch schmerzhafte Griffe zum Beischlaf mit ihm gezwungen und sie durch Drohung mit Gewalt zur Ausübung der Prostitution in Werl und Hamm veranlasst haben, wobei er sämtliche Einnahmen hieraus für sich beansprucht haben soll.

Nachdem die Zeugin dann Mitte Oktober 2011 polizeilich vernommen wurde, soll der Angeklagte sie in ihrer vorübergehenden Unterbringung gefunden und wieder in seine Werler Wohnung mitgenommen haben. Hier soll er dann versucht haben, die 19-Jährige mit Methadon zu töten, so der Vorwurf.

Fünf Termine sind anberaumt worden, der erste ist am 17. April im Landgericht Arnsberg. ▪ th

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