Musikfreunde spielen winterliche Lieder

Am Tag der Blockflöte ist Musik aus Fenstern, Gärten und von Balkonen zu hören

Die Schwestern Inge Thimel (links) und Gudrun Gödiker spielten im Garten.
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Die Schwestern Inge Thimel (links) und Gudrun Gödiker spielten im Garten.

 Winterliche Lieder waren am Sonntagmorgen im gesamten Werler Stadtgebiet zu hören. 

Werl - Walburga Alsdorf hatten am Tag der Blockflöte zum Mitspielen aufgerufen. Viele Musikfreunde beteiligten sich an der Aktion. Die musikalischen Klänge kamen vom Fenster, Balkon oder aus dem Garten. Jede Blockflötenspielerin musizierte von zuhause aus.

„Wir haben am Tag der Blockflöte auch schon mal Konzerte vom Werler Blockflötenensemble gegeben“, erzählt Gudrun Gödiker. Aber da ein gemeinsames Konzert derzeit undenkbar ist, hat sie sich der Aktion angeschlossen. Mit ihrer Schwester Inge Thimel spielte die Werlerin im Garten. Beide sind fasziniert von ihrem Hobby.

Tag der Blockflöte: Instrument ist vielseitig einsetzbar

Gudrun Gödiker findet es besonders gut, dass sie alle Blockflöten spielen kann. Da sie zwei Griffarten beherrscht, ist sie vielseitig einsetzbar und spielt die Instrumente von der Garkleinflöte bis zum Subbass. „Wenn eine Stimme nicht besetzt ist, kann ich da einspringen“, sagt sie.

Inge Thimel schätzt die Vielseitigkeit der Blockflöte. Sie meint, dass man alle Arten der Musik spielen kann, von der Klassik bis zu modernen Liedern. „Das Repertoire und die vielen unterschiedlichen Richtungen begeistern mich. Wir können uns mit den Liedern der Jahreszeit anpassen“, so die Werlerin.

Tag der Blockflöte: Aktion über soziale Netze

Mit einigen Statusfotos auf WhatsApp hat Walburga Alsdorf Werbung für den Tag gemacht. „Auf einmal haben sich so nach und nach immer mehr Spielerinnen bei mir gemeldet“, freut sich die Initiatorin. „Sogar aus Wickede und Ense kamen Zusagen“, fügt sie hinzu. Thomas Seeck kam auf die Idee, ein Video der musikalischen Darbietungen zusammenzuschneiden.

Alle Solisten haben Walburga Alsdorf ihr Video vom Auftritt geschickt. Diese sollen am Ende zu einem Konzertvideo geschnitten werden. „Ich habe im Vorfeld allen Mitspielerinnen die Noten und den Rhythmus zukommen lassen, damit alle gleich spielen“, sagt die Werlerin.

Tag der Blockflöte: Kaum noch Proben wegen Corona

„Durch solche gemeinsame Aktionen lebt die Blockflöte“, findet Gudrun Gödiker. Die Mitglieder des Werler Blockflötenensembles konnten im vergangenen Jahr nur zwei Mal auftreten. An Proben war nicht zu denken. „Deswegen sind diese Aktion für uns wichtig“, sagt Inge Thimel.

Allerdings ärgern sich die Musikerinnen, dass sie am Tag der Blockflöte häufig Negatives über ihr Instrument hören mussten. „Besonders im Radio machen sich die Redakteure oft lustig, wenn sie am 10. Januar über die Blockflöte reden“, berichtet Walburga Alsdorf. Die Werlerinnen glauben, dass es daran liegt, dass früher viele Blockflöten spielen mussten, aber es keiner so richtig gelernt hat und das Instrument beherrscht.

Die beiden neunjährigen Alexandra Müller und Laura Tiedge freuten sich, dass es wieder ein Zusammenspiel gab. Seit gut zwei Jahren spielen die Schülerinnen Blockflöte. Für den Auftritt am Sonntag haben sie extra Probestunden eingelegt. „Ich konnte zwar schon einige Stücke, aber ich habe trotzdem geübt“, sagt Alexandra Müller.

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