Neues Kühlhaus:

Aldi baut sein Zentrallager in Werl aus

Visualisierung des neuen Aldi-Kühllagers an der Runtestraße in Werl
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Millioneninvestition: So soll das neue Aldi-Kühllager an der Runtestraße aussehen, über Verbindungsschleusen angrenzend an das Zentrallager (links). Rechts im Bild ist das Werk von Gebhardt-Stahl.

Aldi-Nord wird massiv in den Standort Werl investieren und das Zentrallager des Discounters im Gewerbegebiet Runtestraße erweitern. Das bestätigte Christian Bannert, Geschäftsführer bei Aldi-Nord, auf Anfrage.

Werl - Das Unternehmen werde ein 5500 Quadratmeter großes Kühlhaus auf der noch vorhandenen Freifläche in Richtung Gebhardt-Stahl bebauen. Die Baugenehmigung der Stadt Werl liege mittlerweile vor.

Schon jetzt wird erste Erde bewegt, zudem weisen vereinzelte Holzpflöcke auf die bevorstehenden Maßnahmen hin – sichtbare Zeichen eines millionenschweren Standort-Bekenntnisses. Bereits sei Jahrzehnten besteht das große Zentrallager mit rund 30 000 Quadratmeter überbauter Fläche, von wo aus die blauen Lkw die Waren zu den Märkten bringen. Das Zentrallager besteht aus zwei miteinander verbundenen Komplexen.

Christian Bannert bestätigt, dass der Ausbau in der Wallfahrtsstadt auch mit der Schließung des Aldi-Lagers in Bad Laasphe zusammenhängt. Die bislang von dort belieferten Märkte werden nun von Werl aus mit Aldi-Produkte beliefert. Man baue also den Standort Werl aus, „um das Volumen bewältigen zu können“.
Sicher, so Christian Bannert, dürfe man das Investment in Werl als klares Bekenntnis des Discounters zum Standort verstehen. Zudem werde die Zahl der Mitarbeiter im Zentrallager an der Runtestraße wachsen.

Die Baumaßnahmen

Der Neubau des separaten Kühllagers am Aldi-Zentrallager wird mit 9,5 Metern Lagerhöhe fast doppelt so hoch sein wie das bisherige Kühllager an der Runtestraße. Das teilt Aldi-Nord mit. Bauherr wird die Aldi Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG mit Sitz in Herten sein. Man plane einen 5 500 Quadratmeter großen Komplex, sagt Sprecher Michael Strothoff. „Das aktuelle Kühllager wird abgerissen“, heißt es weiter. Die Fläche werde künftig als weitere Lagerfläche für haltbare Artikel (Trockensortiment) genutzt. Außerdem erfolgt der Einbau eines Obst- und Gemüselagers im bisherigen Lager. „Hier werden künftig Gemüse- und Obstartikel bei einer Temperatur zwischen 12 und 14 Grad gelagert.“

Außerdem kündigt der Discounter weitere Maßnahmen an. Das aktuelle Lager bekomme einen neuen Boden, die Asphaltflächen rund um das Lager werden saniert. Darüber hinaus sind klimaschonende Maßnahmen angekündigt. „Auf dem Dach installieren wir eine Photovoltaikanlage, die das Lager mit Strom versorgt“, sagt der Aldi-Sprecher. „Dadurch können wir den externen Strombedarf des Lagers deutlich reduzieren.“ Zudem stelle Aldi von einem konventionellen Kältemittel auf eine CO2-Kälteanlage um. „Diese ist deutlich energieeffizienter und umweltfreundlicher.“ Insgesamt beträgt die gesamte Lagerfläche nach der Fertigstellung des Neubaus 39 600 Quadratmeter. Das Kühllager werde mit Verbindungsschleusen ans bestehende Lagergebäude angeschlossen.

Mittlerweile sind die Bauarbeiten an der Runtestraße angelaufen. Wenn alles glatt läuft, sollen die Arbeiten spätestens im Juni kommenden Jahres komplett abgeschlossen sein. Zu den Baukosten möchte sich das Unternehmen nicht äußern. Aber mit der Erweiterung des Logistiklagers werde es zusätzliche Arbeitsplätze am Standort Werl geben. „Wie viele genau, können wir derzeit noch nicht sagen.“ Da sei noch Geduld gefragt. Im Zentrallager Werl arbeiten derzeit rund 200 Mitarbeiter.

„Mit der Erweiterung unseres Zentrallagers als Herzstück der Regionalgesellschaft erhöhen wir die Leistungsfähigkeit am Standort und schaffen langfristig die notwendigen Kapazitäten, um unsere Märkte täglich mit frischen Lebensmitteln und Produkten zu versorgen“, teilt der Sprecher mit.

Waren für 100 Filialen

Durch die Schließung der Regionalgesellschaft in Bad Laasphe werden künftig von Werl aus rund 100 Filialen beliefert. Außerdem begründet Aldi-Nord die Expansion in der Wallfahrtsstadt mit der stetigen Sortimentserweiterung der vergangenen Jahre. „Rund 1 700 Produkte aus 18 Warengruppen führen wir heute im Durchschnitt in einem Markt“, sagt der Sprecher. Hinzu kämen bis zu dreimal wöchentlich wechselnde Aktionsartikel, darunter Produkte aus den Bereichen Textilien und Schuhe, Elektronik, Haushalt, Heimwerkerbedarf oder Garten. „Mit der derzeitigen Lagergröße in Werl stoßen wir damit an Grenzen. Um den heutigen Anforderungen dauerhaft gerecht zu werden, erweitern und modernisieren wir daher unser Zentrallager“, sagt Michael Strothoff.

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