"Victoria Barracks" 

Abriss der Camp-Kirchen markiert Ende der Abbruch-Arbeiten im Stadtwald

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Werl - Mit dem Abriss der beiden Kirchen sind die Abbruch-Arbeiten im ehemaligen britischen Militärcamp vorerst abgeschlossen. Am Dienstag rückte die Abrissbirne den Gotteshäusern zu Leibe. Die Kirchenkreuze werden gesichert. 

Mit dem Abbruch des ehemaligen Militärgeländes endet auch ein Stück Werler Geschichte. 25 Jahre ist es her, dass die Briten die „Victoria Barracks“ verließen. Sie hinterließen ein Gelände, das einer Kleinstadt glich. 

Vor 66 Jahren wurde das Militärcamp erbaut. So alt waren auch die beiden Kirchen. Von 1956 bis 1970 wurde die Anlage von den kanadischen Streitkräften genutzt. Der Bauschutt wird nach Schadstoffen sortiert. Schadstofffreier Schutt soll später vor Ort noch verwendet werden, alle anderen Baustoffe werden umweltgerecht entsorgt. 

Die Aufstandsfläche des Landschaftsbauwerks ist bereits komplett gerodet. Ab März soll mit der Aufschüttung begonnen werden. Der Bodenaushub wird rund 2 Millionen Tonnen betragen. Daraus wird ein Landschaftshügel im Wald modelliert, der 25 Meter hoch und öffentlich zugänglich sein wird. 

Letztes Symbol des Camps im Werler Stadtwald fällt

Der 35 Meter hohe, dreieckige und in sich gedrehte Aussichtsturm aus Holz und Stahl wird darauf aufgesetzt. Die Plattform wird 285 Meter über Normalnull (NN) liegen. In Werl wird es dann kein höheres Gebäude geben. Von dort oben haben Besucher einen freien Blick über das Ruhrgebiet, das Münster- und Sauerland. 

Abrissarbeiten im Werler Stadtwald

Ein barrierefreier Weg mit einer Länge von 800 Metern und einer Steigung zwischen vier und sechs Prozent, der auch für Rollstuhlfahrer nutzbar sein wird, soll sich zur Plattform schlängeln. Der Turm wird der Abschluss auf das Mammutprojekt im Wald sein, das insgesamt 14 Millionen Euro kosten wird. Das Projekt ist auf sieben Jahre angelegt.

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