Sport treiben auf Meeresblau

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Acht solcher Nässe-Sensoren sollen künftig Alarm schlagen, wenn es unter dem Hallenboden feucht wird. Die Sensoren melden sich dann per Handy-App direkt im Ordnungsamt.

Welver - An seinem letzten Arbeitstag in Welver hat Bauamtsleiter Markus Hückelheim noch einmal eine positive Botschaft zu verbreiten: Der Wasserschaden in der Zweifach-Turnhalle ist behoben.

Der neue meeresblaue Sportboden der Zweifachturnhalle samt seinem modernen Unterbau aus mehrfach geschichtetem Sperrholz ist eingebaut worden. Zu Beginn des neuen Schuljahres kann die Halle wieder genutzt werden. Acht Sensoren auf rund 1000 Quadratmeter Hallenfläche sollen demnächst frühzeitig vor Nässe im Hallenuntergrund warnen. Die Sensoren wurden an unterschiedlichen Stellen verteilt auf dem Estrich des Hallenbodens angebracht.

Sensoren melden Nässe

Sie melden es per Handy-App direkt an das Ordnungsamt, wenn dort wieder Nässe auftreten sollte. „Das schützt zwar nicht vor Einbruch von Wasser, aber wir könnten demnächst viel schneller reagieren, wenn noch einmal etwas passieren sollte“, sagt Bürgermeister Uwe Schumacher, der sichtlich froh ist, dass die Halle nach einem guten halben Jahr wieder nutzbar ist. 

Neuer Boden is Meeresblau

Bei der Farbgebung wurde für den Linoleum-Boden ein dunkleres Blau bevorzugt als früher, damit sich der Boden besser von den Prallwänden hinter den Toren abhebt. In kunterbunten Farben leuchten darauf die Linien für die Spielfelder für Fußball, Handball, Basketball, Volleyball und Badminton. Der Wasserschaden in der Turnhalle war Ende November 2017 entdeckt worden, als sich der Linoleum-Fußboden an mehreren Stellen aufwölbte. Holzaufbauten und Spanplatten darunter waren aufgequollen, teils angefault. 

Ursache für Wasserschaden rätselhaft

Woher das Wasser kam, bleibt ein Rätsel Markus Hückelheim rechnet damit dass damals etwa 1,5 Kubikmeter Wasser in den Untergrund gelangt sind. Wie? Das kann auch heute noch keiner sagen, denn bei den Untersuchungen auch nach dem Ausbau des alten Hallenbodens konnten keine Wasserschäden, Leckagen oder Eintrag von Grundwasser festgestellt werden. Fest steht hingegen, dass das vorgefundene Wasser bei der Untersuchung Stoffe enthielt, die normalerweise in Waschpulver vorkommen. Aber hat jemand tatsächlich 1 500 Liter Waschwasser in die Halle geschleppt, um sie dort auszugießen? Eine Kamera zu installieren, um die Halle künftig außerhalb der Nutzungszeiten zu überwachen, hält Bürgermeister Schumacher wegen der Schulen als Hallennutzer für problematisch. So bleibt zu hoffen, dass die Sensoren zukünftig größere Schäden verhindern.

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