Viele Fragezeichen beim Thema Internet

Welver - Um die Versorgung mit schnellem Internet kümmern sich in Welver zwei Institutionen. Das sorgt offenbar für Verwirrung.

Während die Firma Innogy im und um den Zentralort herum schon buddelt, sollen die bisher extrem unterversorgten Gemeindegebiete erst noch unter der Regie des Kreises Soest bis Ende 2019 ans Glasfasernetz angeschlossen werden. 

In einigen Bereichen des Zentralortes und in der Umgebung überschneiden sich beide Möglichkeiten. Dort können Interessenten relativ bald auf das Innogy-Angebot zurückgreifen – kommen allerdings zunächst nur in den Genuss eines Glasfasernetzes „bis zum Bordstein“. Die restliche Strecke bis zum Haus wird mit schnödem (vorhandenen) Kupferkabel zurückgelegt. Ob sich das Warten auf die vom Kreis Soest vorangetriebene Komplettversorgung mit Glasfaser bis zum Haus lohnt, müssen die Kunden in diesen Bereichen selbst entscheiden.

 Andere haben diese Wahl erst gar nicht. Grundsätzlich gilt: Viele Bewohner außerhalb des Zentralortes müssen ohnehin auf die Initiative des Kreises Soest warten. Weiterhin fraglich bleibt zudem, wie es mit ganz abgelegenen Lagen und Gehöften aussieht. Wirtschaftsförderer Detlev Westphal macht sich keine Illusionen: „100 Prozent bekommen wir sicher nicht abgedeckt.“ 

Man sei in Einzelfällen wahrscheinlich auf das Wohlwollen der Anbieter angewiesen. Die Verhandlungen des Kreises Soest mit Anbietern befinden sich in der Endphase. Breitbandkoordinator Christoph Hellmann geht davon aus, dass auch der Kreis Soest noch in diesem Jahr beginnt, Leitungen zu verlegen, um das Ziel 2019 einzuhalten. Weiter abwarten heißt die Devise deshalb in Scheidingen, Einecke, Klotingen und Co. 

Wer sich genauer über die für ihn oder sie beste Lösung informieren will, sollte auf die Internetseite www-innogy-highspeed.com gehen. Hier gibt es einen Verfügbarkeitscheck. Infos zur Breitbandoffensive des Kreises Soest sind unter www.kreis-soest.de/breitband zu finden.

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