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Assistent hilft fortan beim Abbiegen

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Von: Dirk Wilms

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Diesen Blick hat der Lenker eines Feuerwehr-Fahrzeugs dank des neuen Abbiege-Assistenten.
Diesen Blick hat der Lenker eines Feuerwehr-Fahrzeugs dank des neuen Abbiege-Assistenten. © privat

Es gibt Situationen im Straßenverkehr, die sind für den Lenker eines sehr groß dimensionierten Fahrzeugs kaum zu überblicken. Da fährt ein Radfahrer im Schatten eines Lkw, dessen Fahrer ihn übersieht. Verheerende Folgen sind keine Seltenheit, wie vor nicht allzu langer Zeit am Deiringser Weg in Soest in schrecklicher Weise zu sehen war.

Welver - Daher ist auf Ebene der EU schon entschieden worden, dass neue Lkw- und Bus-Modelle von diesem Jahr an mit einem Abbiege-Assistenten ausgerüstet werden müssen. Ab 2024 soll dies für alle Neufahrzeuge gelten; aktuell ist die Ausrüstung mit dieser möglicherweise lebensrettenden Technik noch freiwillig.

Diesen Schritt geht jetzt die Freiwillige Feuerwehr in Welver. Um einen Beitrag für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu leisten, werden Abbiege-Assistenten in den Fahrzeugen der Feuerwehr in der Gemeinde eingebaut. Wie aus dem Rathaus mitgeteilt wird, wurden jetzt vier Großfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Welver mit Abbiege-Assistenzsystemen ausgestattet.

Wie Dirk Steinweg, Leiter der Welveraner Feuerwehr, erläutert, handelt es sich um Lösch- und Hilfslöschfahrzeuge an den Standorten Welver, Dinker und Borgeln. Demnächst werden zudem die beiden Neufahrzeuge nachgerüstet, die schon vor zwei Jahren bestellt worden waren, aber erst im Laufe dieses Jahres geliefert werden können.

Steinweg zeigte sich heilfroh über die technische Aufrüstung. Denn wenn seine Kameraden zum Einsatz gerufen werden, zählt jede Minute. Dabei müssen sie trotz aller gebotenen Eile, um in Not geratenen Menschen zu helfen, der Sicherheit höchste Priorität einräumen. „Nur, wenn die Feuerwehr sicher und ohne Unfall an die Einsatzstelle kommt, kann den Bürgern geholfen werden“, heißt es seitens der Gemeinde.

Das Abbiege-Assistenzsystem ist eine zusätzliche Sicherheitseinrichtung in Fahrzeugen, um Radfahrer und Fußgänger, die sich rechts neben dem Fahrzeug im sogenannten „toten Winkel“ befinden, zu erkennen. Bei dem System handelt es sich um ein kamera- und radargestütztes System, welches an der Beifahrerseite unterhalb der Rückspiegel eingebaut wird.

Beim Rechtsabbiegen wird der Lenker des Fahrzeugs umgehend durch ein optisches und akustisches Signal gewarnt, wenn sich beispielsweise ein Radfahrer oder ein Fußgänger im „toten Winkel“ befindet. Über den Bildschirm und die damit verbundene Kamera kann der Fahrer die Person direkt ausfindig machen, erhält somit eine wertvolle Unterstützung.

„Das stellt eine sinnvolle Investition in die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dar“, betont Alicia Sommer von der Stabsstelle beim Bürgermeister. Die Ausrüstung der Fahrzeuge mit dem Abbiege-Assistenten wurde vom Bund mit bis zu 80 Prozent bzw. mit einem maximalen Betrag von 1500 Euro pro Fahrzeug gefördert. Für das laufende Jahr ist geplant, weitere Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Welver mit einem Abbiege-Assistenten auszustatten, um somit bei Fahrten mit den Großfahrzeugen die Sicherheit der Bürger sowie der Einsatzkräfte zu erhöhen.

Letztlich sollen Dirk Steinweg zufolge alle Großfahrzeuge der Feuerwehr so ausgestattet werden.

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